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Was ist das Darknet und wie kommt man hinein?

Für die meisten Leute ist das Darknet von Geheimnissen umgeben, daher ist es natürlich, dass du neugierig darauf bist. Obwohl es einige legitime Verwendungszwecke hat, hat das Darknet normalerweise einen schlechten Ruf aufgrund seiner Assoziationen mit verschiedenen Gefahren und Marktplätzen für illegale Güter. Was genau ist das Darknet, wie gelangst du dorthin, und solltest du jemals dieses Risiko eingehen?

17. März 2026

12 Min. Lesezeit

Was ist das Darknet und wie kommt man hinein?

Was ist das Darknet?

Das Darknet bezeichnet einen verborgenen Teil des Internets, der von herkömmlichen Suchmaschinen nicht indexiert wird und über reguläre Browser nicht zugänglich ist. Stattdessen musst du als Internetnutzer das Darknet mithilfe spezieller Tools aufrufen, am häufigsten The Onion Router (Tor), das den Internetverkehr über verschlüsselte Relay-Schichten leitet, um deine Identität und deinen Standort zu verschleiern. Das Darknet wird oft mit Darknet-Märkten, Cyberkriminalität und anderen illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht. Und während Kriminalität definitiv einen großen Teil des Darknet ausmacht, gibt es noch mehr zu entdecken. Es beherbergt auch viele auf Privatsphäre fokussierte Communities, Whistleblower-Plattformen und Ressourcen für Benutzer, die in Regionen mit Zensur leben.

Surface-Web vs. Deep-Web vs. Darknet: Was ist der Unterschied?

Um besser zu verstehen, was das Darknet ist, solltest du es mit den beiden anderen Netzen vergleichen, die die Struktur des World Wide Web bilden – das Surface Web und das Deep Web.

  • Das Surface-Web (auch als Clearnet, Clear Web, sichtbares Web, indiziertes Web oder Open Web bekannt) besteht aus allen öffentlichen Websites, die du online finden kannst, indem du ihre URLs in die Adressleiste deines Browsers eingibst oder sie bei Google und anderen Suchmaschinen suchst. Beispiele für diese Seiten wären ein Kochblog, ein Online-Bekleidungsgeschäft, eine Social-Media-Plattform oder eine Nachrichtenseite.
  • Das Deep-Web (auch das unsichtbare Web oder verborgene Web) ist der gesamte Online-Inhalt, der nicht Teil des Surface Web ist. Standard-Suchmaschinen wie Bing oder Google indizieren Deep-Web-Seiten nicht. Das meiste Deep Web ist hinter einem Passwort oder einer Paywall versteckt. Ein Beispiel für das Deep Web wäre deine Online-Banking-Plattform. Es befindet sich zwar noch auf dem Teil des Internets, der vom Surface Web aus erreicht wird, ist aber ohne deine Anmeldedaten nicht zugänglich. Obwohl die meisten Menschen täglich auf das Deep Web zugreifen, bemerken sie es selten, weil es sich wie normales Surfen anfühlt.
  • Das Darknet (oder das Dark Web) ist eine Untergruppe des Deep Web. Herkömmliche Suchmaschinen indizieren die Dark-Web-Websites nicht, was bedeutet, dass sie nicht in normalen Suchergebnissen erscheinen. Der Zugriff auf diese Seiten erfordert spezielle Software.

Du kannst dir das Internet als einen Eisberg vorstellen, dessen verschiedene Teile mehr oder weniger sichtbar sind. Das Surface Web ist der Teil des Eisbergs über dem Wasser, sichtbar und für jeden zugänglich. Das Deep Web befindet sich direkt unter dem Wasser – es ist weniger zugänglich, aber grundlegende Schwimmkenntnisse würden ausreichen, um dorthin zu gelangen. Das Dark Web hingegen ist der Teil des Eisbergs, der am tiefsten im Wasser liegt – du bräuchtest spezielle Tauchausrüstung, um es zu erreichen.

Wie sieht das Darknet aus?

Trotz ihres Rufs oder ihrer Darstellung in Filmen und Medien sieht die Darknet-Welt weder futuristisch noch besonders technisch aus. In vielerlei Hinsicht ähnelt sie dem Clear Web (der ganz normalen Webseite, die du gewohnt bist) – Seiten werden im Browser geladen, Links führen zu anderen Seiten, und die Navigation ist dir vertraut.

Die meisten Darknet-Websites sind allerdings viel einfacher gestaltet. Sie sind oft schlicht, textlastig und minimalistisch, da ihre Ersteller Wert auf Privatsphäre, Anonymität und eine schnelle Einrichtung legen, nicht auf Design. Hochwertige Bilder, detaillierte Grafiken oder moderne Layouts wirst du dort kaum sehen. Stattdessen triffst du auf einfache Seiten mit Linklisten, kurzen Beschreibungen oder reinen Textmenüs.

Außerdem enden Darknet-Seiten nicht auf „.com“, „.org“, „.edu“ oder „.gov“. Stattdessen nutzen Darknet-URLs die Domain „.onion“ und sind lange, zufällige Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen. Diese Adressen sind schwer zu merken, aber das ist meist auch nicht nötig, da sie sich sehr oft ändern. Viele Darknet-Websites verschwinden schnell, entweder weil Behörden sie abschalten, die Betreiber sie aufgeben oder Betrüger sie durch Fälschungen ersetzen.

Aufgrund der Funktionsweise von Onion Routing sind Tor-Verbindungen oft langsamer oder unbeständiger als normaler Internetverkehr, was bedeutet, dass Tor-Websites langsam laden oder sich von einem Besuch zum nächsten unvorhersehbar verhalten können. Der Tor-Browser verpackt Daten in verschiedene Verschlüsselungsschichten (wie eine Zwiebel – „Onion“) und sendet sie durch ein Netzwerk freiwillig betriebener Server, die über die ganze Welt verteilt sind. Jeder Server, den die Daten passieren, entfernt eine Verschlüsselungsebene und sendet die teilweise entschlüsselte Nachricht an das nächste Ziel. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die Nachricht ihr beabsichtigtes Ziel erreicht. Obwohl diese Technik die Sicherheit von Tor erhöht, verlangsamt sie die Leistung.

Wie kommt man ins Darknet?

Wir raten davon ab, auf das Darknet zuzugreifen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Es ist ein gefährlicher Bereich des Internets, den du nur auf eigene Gefahr betreten solltest. Wenn du doch einmal dorthin gehen möchtest, kannst du wie folgt vorgehen:

Wie kommt man auf einem PC ins Darknet?

Nutze den Tor-Browser, wenn du das Darknet via PC erreichen möchtest. Du kannst dazu folgendermaßen vorgehen:

  1. 1.Downloade den Tor- Browser auf seiner offiziellen Webseite oder einer anderen vertrauenswürdigen Quelle herunter. 
  2. 2.Folge den Schritten auf dem PC-Bildschirm, um den Browser zu installieren.
  3. 3.Nach erfolgreicher Installations öffnest du den Browser.
  4. 4.Klicke auf der Hauptseite auf „Verbinden“ und surfe im Darknet.

Wie kommt man über ein Mobilgerät ins Darknet?

Über dein Handy kannst du ebenfalls ins Darknet gelangen. Je nach Betriebssystem – iOS oder Android – ist die Vorgehensweise aber leicht anders:

Mit Android

So gelangst du über ein Android-Smartphone ins Darknet:

  1. 1.Lade dir im Play Store am besten den Tor-Brower herunter und öffne ihn.
  2. 2.Klicke dann auf „Verbinden“ und surfe im Darknet.

Mit iOS

Im Gegensatz zu Android gibt es für iOS-Geräte keine Tor-App. So kannst du aber dennoch über ein iPhone ins Darknet gelangen:

  1. 1.Gehe zum App Store auf deinem iPhone und lade den Onion-Browser herunter.
  2. 2.Öffne den Browser und tippe auf „Weiter“.
  3. 3.Du hast die Möglichkeit benutzerdefinierte Einstellungen vorzunehmen, indem du das Sicherheitslevel bestimmst (von niedrig bis maximal).  
  4. 4.Wähle das gewünschte Sicherheitslevel aus und surfe im Darknet.

Was ist der Tor-Browser? Warum brauche ich ihn, um ins Darknet zu kommen?

Tor ist ein spezieller Browser, mit dem du im Darknet surfen kannst. Tor wurde ursprünglich von der US-Regierung als Tool für deren militärische Organisationen entwickelt, damit diese anonym Nachrichten und Informationen austauschen können.

Der Name Tor Browser stammt von der Methode, die zur Verschlüsselung von Nachrichten verwendet wird. Tor wickelt Daten in verschiedene Schichten von Verschlüsselungen ein (wie eine Zwiebel) und sendet sie durch ein Netzwerk von „Onion Routern“. Jeder Router, den die Daten passieren, entfernt eine Schicht der Verschlüsselung und sendet die teilweise entschlüsselte Nachricht an das nächste Ziel weiter. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis die Nachricht am Zielort ankommt. Mit dieser Technik des Tor-Browsers bleiben Operationen im Darknet zwar anonym, aber die Geschwindigkeit wird erheblich reduziert. Es gibt auch alternative Browser fürs Darknet wie I2P oder Brave.

Es gibt die Möglichkeit, ein VPN mit Tor zu verbinden. Um sicher im Tor Browser zu surfen, hat NordVPN das Onion Over VPN entwickelt. Das ist eine besondere Funktion, die dir alle Vorteile des Onion-Routers (Tor) bietet und kombiniert mit der zusätzlichen Sicherheit eines VPN-Tunnels für dich. Es ist auf jeden Fall ratsam, das Darknet mit einem VPN zu nutzen.

Welche Darknet-Suchmaschinen gibt es?

Die Navigation im Dark Web kann schwierig sein, weil die Inhalte dort naturgemäß nicht indexiert sind. Im Gegensatz zu den Inhalten im normalen Web kannst du sie nicht über Google oder Bing finden – hier kommen die Dark-Web-Suchmaschinen ins Spiel.

Dark-Web-Suchmaschinen können über Tor genutzt werden, um Webseiten und Seiten zu finden, ähnlich wie eine normale Suchmaschine. Erwarte aber nicht den gleichen Service und die gleichen Ergebnisse wie bei Google. Die Suchmaschinen zeigen wahrscheinlich nur eine begrenzte Anzahl der meistbesuchten Dark-Webseiten an, und nicht bei allen dieser Programme kann man sich darauf verlassen, dass sie deine Daten schützen.

Hier eine kurze Liste mit Darknet-Suchmaschinen:

  • DuckDuckGo
  • Kilos
  • Candle
  • Not Evil
  • Dark Search
  • Haystak
  • Ahmia
  • Torch
  • The Hidden Wiki

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Welches sind die beliebtesten Darknet-Webseiten?

Im Darknet gibt es viele Webseiten, die auch im Surface Web zu finden sind, wie z.B. Facebook. Hier eine Liste der beliebtesten Webseiten im Dark Web:

  • Sci-Hub (wissenschaftliche Textsammlung)
  • Impreza Hosting (Hosting-Dienst fürs Darknet)
  • Facebook (Zugang für Menschen aus Ländern, die die Plattform zensieren)
  • BBC Tor Mirror (Nachrichtenseite)
  • DuckDuckGo (Suchmaschine)
  • Wasabi Wallet (Krypto-Dienst)

Ist das Darknet illegal?

Nein, das Darknet ist nicht illegal, und es ist auch nicht illegal, im Dark Web zu sein. Schließlich soll es nur Anonymität bieten, was in den meisten Regionen nicht illegal ist.

Allerdings gibt es im Dark Web auch illegale Seiten und Aktivitäten, und der Zugriff auf illegale Inhalte oder die Teilnahme an illegalen Aktivitäten kann eine Straftat darstellen. Außerdem bist du einem erhöhten Risiko eines Datenlecks ausgesetzt.

Außerdem kann die Nutzung des Tor-Browsers – das wichtigste Tool für den Zugang zum Dark Web – in einigen Ländern eingeschränkt oder illegal sein. China, Iran und Russland blockieren zum Beispiel den Zugang zum Tor-Netzwerk.

Pro-Tipp: Im Darknet werden laut NordVPN Research Lab am häufigsten gestohlene Zahlungskartendaten, Kontozugänge (vor allem für Krypto-Plattformen), Ausweiskopien und große Mengen an E-Mail-Adressen gehandelt. Besonders teuer sind Kopien von Reisepässen und Zugangsdaten zu Krypto-Wallets. Mit gekauften Zugangsdaten können Kriminelle weitere Konten kapern oder Identitätsdiebstahl begehen – schütze deine Daten daher besonders gut!

Ist das Dark Web also illegal? In den meisten Ländern ist es das nicht. Es kann auf legale oder illegale Weise genutzt werden, genau wie das normale Internet – es kommt einfach darauf an, wer es nutzt und was er damit macht.

Welche Gefahren birgt das Darknet?

Die dunkle Seite des Webs wird mit vielen Bedrohungen und illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht, darunter:

  • Malware-Infektionen: Ein hohes Risiko einer Geräteinfektion durch Malware wie Ransomware oder der Aufnahme deines Geräts in ein Botnetz.
  • Betrug und Scams: Eine höhere Wahrscheinlichkeit, auf Finanzbetrügereien wie Schneeballsysteme, Identitätsdiebstahl und Kreditkartenbetrug zu stoßen, mit begrenzten Rechtsmitteln für die Opfer.
  • Unangemessene Inhalte: Beherbergt finstere und verstörende Inhalte, einschließlich illegaler Pornografie, Hacker-Foren und Material von terroristischen Organisationen.
  • Dark-Web-Marktplätze: Obwohl das Dark Web selbst nicht illegal ist, kann die Teilnahme an seinen Märkten zum Kaufen oder Verkaufen von Waren und Dienstleistungen illegal sein und zu rechtlichen Konsequenzen führen.
  • Extremistische Ideologien: Foren, die Terrorismus und Hassreden fördern, dienen als Nährboden für Radikalisierung.
  • Keine Rechenschaftspflicht: Benutzer fühlen sich anonym, was zu illegalen Aktivitäten, Cybermobbing oder Hacking ohne Angst vor Identifizierung oder Konsequenzen führt.

Woher weiß ich, ob meine persönlichen Daten im Darknet sind? 

Da ein Großteil der Darknet-Geschäfte der Verkauf und Kauf gestohlener Daten ist, fragst du dich vielleicht, ob deine Daten im Dark Web sind.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass einige deiner Informationen im Dark Web zu finden sind. Es passieren zu viele Datenlecks, bei denen täglich E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Passwörter veröffentlicht werden. Kriminelle stehlen oft riesige Datenbanken und veröffentlichen sie in Foren oder verkaufen sie in großen Paketen.

Glücklicherweise kannst du Dark-Web-Monitor-Tools oder Tools zur Überprüfung von Datenlecks verwenden, um zu prüfen, ob deine Anmeldedaten im Dark Web gelandet sind. Diese Dienste alarmieren dich, wenn deine Informationen auf versteckten Plattformen erscheinen, sodass du handeln kannst, bevor Kriminelle sie missbrauchen.

Häufig gestellte Fragen

Außerdem verfügbar in: Dansk,English,Español,Suomi,Français,Bahasa Indonesia,Italiano,日本語,‪한국어‬,Lietuvių,Nederlands,Norsk,Polski,Português Brasileiro,Português,Русский,Svenska,Türkçe,繁體中文 (台灣),简体中文.

NordVPN-Experten

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