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Die Gefahren des Gratis-WLANs und wie du sie mit einem VPN vermeidest

Öffentliches oder kostenloses WLAN ist für viele eine gute Sache. Es ist ja auch praktisch, von überall aus nach Herzenslust surfen zu können, ohne das eigene kostbare Datenvolumen zu verbrauchen.

Ilma Vienažindytė

Ilma Vienažindytė

Die Gefahren des Gratis-WLANs und wie du sie mit einem VPN vermeidest

Was ist ein VPN und wie kann es User bei der Nutzung von kostenlosem WLAN schützen?

Was ist ein VPN genau? VPN ist die Abkürzung für virtuelles privates Netzwerk. Das Tool erzeugt einen virtuellen verschlüsselten VPN-Tunnel, durch den Nutzer das sicher aufs Internet zugreifen können. Dieser „Tunnel“ kann vor allem Nutzer von öffentlichen und kostenlosen WLAN-Netzwerken schützen, um deren Sicherheit und Privatsphäre zu gewährleisten. VPNs verbergen zudem die wirklichen IP-Adressen von ihren Nutzern, was es sehr viel schwieriger macht, sie geographisch zu orten.

Welche Informationen sind bei der Nutzung eines öffentlichen WLAN-Netzwerks gefährdet?

Hacker nutzen die schwache Sicherheit von kostenlosem WLAN aus, um deine persönlichen Daten zu stehlen. Zu den persönlichen Informationen gehören:

  • E-Mail-Anmeldeinformationen
  • Anmeldeinformationen für Banken
  • Persönliche Fotos und Videos
  • Privatsadresse

Wenn du dich ohne VPN mit einem öffentlichen WLAN verbindest, können Hacker und Cyberkriminelle auf sensible Daten zugreifen, die auf deinem Gerät gespeichert sind. Nachfolgend findest du eine Liste, wie Hacker unsichere WLAN-Netzwerke ausnutzen.

  • Evil-Twin-Angriff: Es ist einfach, seinen Netzwerknamen oder die SSID zu ändern. Cyberkriminelle erstellen gefälschte WLAN-Netzwerke und hoffen darauf, dass sich jemand mit dem Netzwerk verbindet. Du könntest dich zum Beispiel unwissentlich mit einem solchen gefälschten öffentlichen WLAN verbinden, das von Hackern betrieben wird. Die Namen sind häufig trügerisch getarnt, zum Beispiel „Cafe_WLAN_GRATIS”.
  • Einschleusen von Malware: Über ungesicherte Verbindungen kann Schadsoftware in deinen Computer eingeschleust werden. Schadsoftware kann deine Bandbreite minimieren, dein System beschädigen und Hackern eine Hintertür zu all deinen persönlichen Dateien bieten.
  • Man-in-the-Middle-Angriff (MITM): Cyberkriminelle, die einen Man-in-the-Middle-Angriff durchführen, platzieren ihre Geräte zwischen deinem Gerät und deiner Verbindung zu einem WLAN-Hotspot. So können Cyberkriminelle die Aktivitäten deines Geräts unbemerkt überwachen und den Datenverkehr kontrollieren. Auf diese Weise können sie dich auf eine gefälschte Website umleiten, wo du deine persönlichen Daten und Bankkontodaten angeben sollst.
  • WLAN-Sniffing: Dabei handelt es sich um eine passive Methode und nicht um einen aktiven Angriff wie beim Man-in-the-Middle-Angriff. Mit einfacher und legaler Software können Hacker jedes Datenpaket, das durch ein WLAN-Netzwerk läuft, überwachen und aufzeichnen.

Die Verwendung eines VPN im kostenlosen WLAN vereitelt alle oben genannten Angriffe. Der Verschlüsselungsprozess des VPNs schützt alle deine Daten effektiv vor neugierigen Blicken Dritter. Hacker können zwar sehen, dass du über ein freies WLAN mit dem Internet verbunden bist, aber sie können die Details deines übertragenen Datenverkehrs nicht sehen.

Schätzungen zufolge nutzen 81 % der Amerikaner regelmäßig öffentliche WLAN-Hotspots. Allerdings nutzen nur 1 % der Amerikaner ein VPN, um ihre Sicherheit in öffentlichen Netzwerken zu erhöhen. In Frankreich (2 %) und Deutschland (6 %) ist die Zahl derer, die ein VPN nutzen, wenn sie mit einem WLAN verbunden sind, etwas höher.

20 % der Deutschen glauben, dass öffentliches WLAN sicher ist und die Nutzung keine zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen erfordert. Das ist eine gefährliche Annahme, die den Nutzern auf lange Sicht eine Menge Ärger bereiten kann. Einen automatischen WLAN-Schutz gibt es nicht, es liegt an den Nutzern, sich um die Sicherheit zu kümmern. Wer sich schützen will, sollte beachten, dass die unsichersten Orte, an denen man öffentliches WLAN nutzen kann, große öffentliche Cafés oder Restaurants, Flughäfen und Hotels sind. Je mehr Menschen Zugang zu einem öffentlichen WLAN-Hotspot haben, desto höher ist die Gefahr.

Kann ein WLAN das VPN blockieren?

Während die meisten öffentlichen WLAN-Hotspots nicht so ausgeklügelt sind, dass sie VPNs blockieren können, können manche Internetanbieter mit einem IP-Lookup-Tool die IP-Adresse eines VPN-Anbieters herausfinden und dann eine Firewall einsetzen, um diese IP-Adresse zu blockieren. Zum Glück hat NordVPN Tausende von Servern zur Auswahl, so dass die Lösung einfach darin besteht, einen anderen Server zu wählen; es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Internetanbieter mehr als ein paar davon blockieren kann.

Sichere jetzt deinen WLAN-Zugang – egal, ob zu Hause oder unterwegs.

Dies solltest du beachten, wenn du öffentliche Hotspots nutzt

Eins sollte vorweg gesagt werden: Die Verwendung öffentlicher Netzwerke ist nie absolut sicher, deshalb sollte man, wenn möglich, ganz darauf verzichten. Wenn dies mal nicht möglich ist, solltest du ein paar Sicherheitsmaßnahmen beachten:

  1. Stelle sicher, dass du auch mit dem richtigen WLAN verbunden bist. Wirf einen Blick auf den SSID, denn es ist ein bekannter Trick von Hackern, dass diese ein Netzwerk mit einem ähnlich klingenden Namen wie der des öffentlichen Hotspots nutzen und darauf hoffen, dass sich jemand versehentlich mit dem falschen Netzwerk verbindet. Auch hinter offenen WLAN-Netzen, die kein Passwort verlangen, stecken häufig Cyber-Kriminelle. Wenn du dich in eines dieser Netzwerke einwählst ist es für die Hacker ein Leichtes, deine Daten auszuspionieren.
  2. Deaktiviere dein WLAN, wenn du es nicht brauchst. Viele Nutzer haben zum Beispiel ihre E-Mail-Apps so eingestellt, dass automatisch nach neuen Mails gesucht wird. Wenn du dein WLAN also ständig aktiviert hast, bedeutet dies, dass die Zugangsdaten über unbekannte Hotspots gesendet werden können.
  3. Mit modernen Smartphones kannst du auch das Tethering nutzen. Das heißt, du kannst dir mit deinem Handy deinen eigenen Hotspot erstellen, über den du dann mit Tablet und Laptop online gehen kannst. Bei iPhones musst du dafür zu den Einstellungen gehen und Persönlichen Hotspot wählen. Bei Android-Geräten gehst du ebenfalls zunächst zu den Einstellungen und tipps dann unter Netzwerkverbindungen auf Tethering und Mobile Hotspot. Allerdings solltest du diese Funktion nur dann nutzen, wenn du einen Mobilfunkvertrag mit Internet-Flatrate hast, denn sonst können horrende Kosten auf dich zukommen.
  4. Mittlerweile gibt es immer mehr Webseiten, die auf verschlüsselte Datenübertragung setzen. Dies erkennst du daran, dass die URL mit https anstatt mit http beginnt. Beim Surfen im Gratis-WLAN solltest du unverschlüsselte Webseiten, auf denen du dich mit deinen Daten anmelden musst, lieber meiden, denn sonst haben Datendiebe leichtes Spiel.
  5. Über ein öffentliches WLAN solltest du niemals deine Online-Banking Daten oder ähnlich sensible Informationen eingeben. Verschiebe solche Angelegenheiten lieber bis du wieder zu Hause bist oder regle sie über die Datenverbindung deines Mobilfunkvertrages.
  6. Nun kommt ein spezieller Tipp für die Nutzer von Google Chrome, Firefox oder Opera: Wenn du häufig an öffentlichen Orten online gehst, solltest du dir ein spezielles Browser-Plugin installieren. Ein solches wäre zum Beispiel „HTTPS Everywhere“. Darüber sind sichere Verbindungen mit Yahoo, Ebay, Amazon und anderen Seiten möglich. Du kannst auch selbst noch Webseiten hinzufügen.
  7. Verwende ein zuverlässiges Internet-Security-Programm. So wirst du gewarnt, wenn dein Gerät eine Verbindung mit einem unsicheren Netzwerk herstellt.

VPN-Router als sichere Alternative

Ein anderes Mittel, um das Problem von offenen Netzwerken in den Griff zu bekommen, besteht darin, sich einen VPN-Router zu holen. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hier um einen Weg, das gesamte WLAN Netzwerk durch eine VPN-Verbindung zu schützen, und eignet sich besonders für Betreiber von öffentlichen semi-öffentlichen Netzwerken.

VPN einrichten:

  1. Als erstes ist es notwendig, sich im WLAN-Router einzuloggen und zu authentifizieren. Eine Anleitung für das Routermenü wird meistens vom Internet Service Provider geliefert.
  2. Im zweiten Schritt wird der VPN auf dem Router installiert. Wie das konkret aussieht, hängt immer vom Hersteller und Modell des jeweiligen Routers ab.
  3. Zuletzt wird die Verbindung getestet. Wenn der erste Test durch die gewählte VPN Verbindung erfolgreich verläuft, sollte es kein Problem sein, das gesamte Netzwerk durch einen VPN Account zu schützen.

Welche Router sind VPN-fähig?

Viele Menschen wissen nicht, ob ihr Router überhaupt mit einem VPN zusammen funktioniert. Daher haben wir hier für dich die 5 besten Router-Optionen zusammengetragen.

  • Asus: RT-AX86U, RT-AX88U (AC3100), RT-AC5300
  • D-Link (Router flashen mit DD-WRT): DIR-885L, DIR-895L
  • Linksys (Router flashen mit DD-WRT): EA8500, WRT1900ACS, WRT3200ACM
  • Netgear (Router flashen mit DD-WRT): R7500, R7800, R8500, R9000
  • Fritz!Box-Router

So wählst du das richtige VPN

Bei der Vielzahl von VPN-Anbietern kann die Wahl des richtigen Anbieters nicht immer leicht fallen. Kostenlose VPN-Dienste mögen verlockend wirken, aber viele gratis VPNs verdienen Geld, indem sie deine Daten an Dritte verkaufen. Ein weiterer Nachteil ist, dass kostenlose VPN-Dienste oft monatliche Obergrenzen für die Servergeschwindigkeit und die Datennutzung haben.

  • Sicherheit, der du vertrauen kannst: NordVPN wurde 2022 zum Testsieger von Chip.de gekürt. Unsere NordVPN-Bewertungen zeigen, dass unser Produkt zuverlässig ist und Hackerangriffe effektiv abwehrt.
  • Starke Verschlüsselung: Unsere Server sind mit der Verschlüsselungstechnologie AES-256 geschützt. Das ist die gleiche Technologie, die auch Regierungen für ihre Systeme verwenden.
  • Double VPN: Wenn dir die oben genannte Verschlüsselung nicht ausreicht, kannst du deinen Datenverkehr über zwei verschiedene Server laufen lassen.
  • Breite Serverauswahl: NordVPN hat Server in mehr Ländern als jeder andere Premium-VPN-Anbieter.
  • No-Logs-Grundsatz: Unser Grundsatz stellt sicher, dass deine persönlichen Daten niemals an Dritte weitergegeben werden.
  • Einfaches Setup: Sobald NordVPN auf deinem Gerät installiert ist, musst du nur noch einen Server auswählen und dich mit einem Klick verbinden. Die NordVPN-Apps sind so gestaltet, dass sie auch für technisch unversierte Nutzer leicht zu bedienen sind.
  • Schütze bis zu 6 Geräte: Lade die VPN-App herunter, registriere dich und verwende sie auf bis zu 6 Geräten gleichzeitig.
  • Schutz vor Cybergefahren: Aktiviere den Bedrohungsschutz und blockiere automatisch den Zugang zu gefährlichen Seiten, die auf der Blacklist stehen. Er blockiert auch lästige Tracker und aufdringliche Werbung.

Ein VPN schützt dein Gerät vor vielen Risiken. Selbst wenn du mit einem kostenlosen WLAN verbunden bist, hält ein VPN deine vertraulichen Daten und persönlichen Informationen vor Dritten verborgen. Außerdem vermeidet ein VPN Gefahren bei der Nutzung von Geräten mit freiem WLAN wie Android, iOS, Mac und Windows.

Rundum-Sicherheit für deine mobilen Geräte – mit NordVPN.


Ilma Vienažindytė
Ilma Vienažindytė Ilma Vienažindytė
Ilma Vienažindytė ist Content Managerin mit Leidenschaft für Technologie und Online-Sicherheit. Neben ihrem Tech-Fokus ist sie auch darauf spezialisiert, neuen Märkten Cybersicherheit näher zu bringen.