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Was ist ein Adblocker? Fragen und Antworten zum Thema

Sep 10, 2019 · 4 min Lesezeit

Was ist ein Adblocker? Fragen und Antworten zum Thema

Wer kennt das nicht? Man surft gerade ganz entspannt im Internet und hat auf einer Seite einen interessanten Beitrag entdeckt, den man gerne lesen würde und plötzlich ist sie da – die unerwünschte Werbeanzeige. Häufig sind diese nervigen Anzeigen so geschaltet, dass sie den ganzen Text verdecken, manchmal ploppen auch immer wieder neue Fenster mit Werbung auf. Gut, dass zu diesem Zweck etwas erfunden wurde, das sich Adblocker nennt. Was genau das ist, wozu man ihn nutzt und warum es manchmal nötig ist, ihn zu deaktivieren, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist ein Adblocker?

Das Wort „Ads“ kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für „advertisement“, zu Deutsch Werbung. Ein Adblocker tut also genau das, was der Name schon sagt: er blockt lästige Werbeanzeigen im Internet ab. Von guten und bekannten Adblockern wird ein Großteil der auf Webseiten geschalteten Werbung erkannt und ausgeblendet. Während die gewünschte Seite lädt, werden durch die Adblocker-Software die Domain-Namen derselben überprüft und mit denen auf einer „Blacklist“ verglichen. Wird eine der überprüften Komponenten als Werbung erkannt, wird sie automatisch geblockt. Wenn die Inhalte schließlich geladen sind, hält der Adblocker auch nach Elementen Ausschau, die ebenfalls Merkmale einer Werbeanzeige aufweisen, wie zum Beispiel die typische Banner-Form.

Vor- und Nachteile von Adblockern

Die drei großen Vorteile eines Adblockers sind:

  • Sicherheit: Online-Werbeanzeigen können von Cyber-Kriminellen genutzt werden, um Malware zu verbreiten. Deshalb können Adblocker dich davor schützen, dass diese Malware auf deinen PC gelangt.
  • Privatsphäre: Die Adblocker-Software kann auch verhindern, dass Tracking-Software auf deinem PC geladen wird, so dass diese nicht dazu in der Lage ist, Informationen über dich zu sammeln.
  • Geschwindigkeit: Dadurch, dass nicht erst Dutzende von Anzeigen, Plug-ins und Drittanbieter-Analysen geladen werden müssen, können Webseiten schneller geöffnet werden.

Allerdings bringen Adblocker auch Nachteile mit sich. Es ist zum Beispiel so, dass durch den Blocker, der immer im Hintergrund mitläuft, das Surfen im Internet verlangsamt werden kann. Zudem zeichnen sie das Surfverhalten auf, um zu „lernen“, welche Werbung erwünscht ist. Die gewonnenen Daten werden teilweise auch an Dritte verkauft. So sind Adblocker aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht ganz unbedenklich und eher nichts für Menschen, die sehr viel Wert auf Privatsphäre legen.

Ein weiterer Nachteil bezieht sich auf die Anbieter von Inhalten im Netz, denn diese müssen schließlich auch irgendwie ihre Arbeit finanzieren. Für viele ist dabei Werbung das wichtigste ökonomische Standbein. Deshalb herrscht mittlerweile eine Art technisches Wettrüsten, denn Inhaltsanbieter verwenden häufig Scripts, die erkennen können, ob der Leser einen Adblocker verwendet. Falls dies zutrifft, wird ihm der Zugriff auf die Internetseite verwehrt. Viele Webseiten von großen Tageszeitungen lassen sich also mit aktiviertem Adblocker gar nicht aufrufen.

Außerdem ist es auch so, dass eine Adblocker-Software keinen umfassenden Schutz bietet und deshalb in einigen Fällen eventuell nicht funktioniert. Anzeigen, die zum Beispiel vom „Acceptable Ads Committee“ anerkannt wurden, können nicht immer erkannt werden und werden dir dementsprechend dennoch angezeigt.

Warum du deinen Adblocker von Zeit zu Zeit deaktivieren solltest

Vermutlich will keiner, dass seine Lieblingswebseiten, auf denen er täglich die aktuellen Nachrichten liest, eingestellt werden müssen, weil sie sich nicht mehr finanzieren können. Werbeanzeigen sind für viele Anbieter von Webinhalten eine Haupteinnahmequelle. Wenn diese nun wegfällt, da jeder nur noch Adblocker einsetzt, geht das mit erheblichen finanziellen Einbußen für die Herausgeber einher.

Zudem kann es sein, dass Webseiten einen Blocker für Adblocker benutzen und du deren Inhalte nur mit ausgeschaltetem Werbeblocker sehen kannst.

Falls du dir also nun die Frage stellst, ob du einen Adblocker benutzen sollst oder nicht, lautet die Antwort „ja“, aber lasse ihn nicht pausenlos eingeschaltet, sondern deaktiviere ihn von Zeit zu Zeit, um auch die Anbieter von Webinhalten etwas zu unterstützen. Denn was wäre ein Internet ohne Inhalte?

Welche Adblocker sind empfehlenswert?

Es gibt eine große Auswahl an verfügbaren Adblockern und Browser-Erweiterungen. Umso wichtiger ist es deshalb, aus all diesen Angeboten den richtigen auszuwählen. Diese Aspekte solltest du dabei beachten:

  • Es treibt auch gefälschte Adblocker-Software im Internet ihr Unwesen. Deshalb solltest du immer eine kleine Recherche über die App durchführen, die du nutzen möchtest. Gefälschte Adblocker funktionieren nicht richtig, können deine Daten zu Werbezwecken sammeln und im schlimmsten Fall auch noch Malware auf deinen Computer bringen.
  • Achte darauf, dass der Adblocker, den du verwenden möchtest, auch verschiedene Arten von Werbeanzeigen blockt.
  • Stelle sicher, dass du bei dem Adblocker auch benutzerdefinierte Einstellungen vornehmen kannst. Es sollte zum Beispiel ohne Weiteres möglich sein, bestimmte Arten von Werbeanzeigen freizugeben, so dass diese nicht mehr geblockt werden.
  • Es sollte auch einen Kundenservice geben, für den Fall, dass du irgendwelche wichtigen Fragen hast.
  • Es gibt auch Adblocker die zu stark sind und dadurch vielleicht auch den relevanten Inhalt einer Seite blocken.

Eine weitere Option wäre die Nutzung eines VPN (Virtual Private Network), bei dem ein Adblocker inklusive ist. So können gleich zwei wichtige Dinge miteinander kombiniert werden: Du bleibst von lästiger Werbung verschont und gleichzeitig bleiben deine Online-Aktivitäten privat.

Wie in diesem Artikel aufgezeigt wurde, ist Werbung für viele Internetseiten-Betreiber unerlässlich, um ihre Inhalte weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen zu können. Deshalb solltest du deinem Adblocker ab und an eine Pause gönnen und auch mal Werbung zulassen. Schließlich gibt es auch interessante Werbeanzeigen, die vielleicht sogar nützlich für dich sein können.

Im Internet findest du ausführliche Erklärungen dazu, wie du deinen Adblocker deaktivierst. Egal welchen Browser und welchen Werbeblocker du nutzt, dort wirst du sicher fündig.


Ilma Voigt
Ilma Voigt successGeprüfter Autor

Ilma Voigt arbeitet als Content Manager und ist beim Thema Technologie und Online-Sicherheit mit Leidenschaft dabei. Neben ihrem Schwerpunkt auf Technologie hat sie sich auch darauf spezialisiert, neuen Märkten im Hinblick auf Cybersicherheit Einblicke zu verschaffen.


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