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Was ist ein Adblocker? Fragen und Antworten zum Thema

Wer kennt das nicht? Man surft gerade ganz entspannt im Internet und hat auf einer Seite einen interessanten Beitrag entdeckt, den man gerne lesen würde und plötzlich ist sie da – die unerwünschte Werbeanzeige. Häufig sind diese nervigen Anzeigen so geschaltet, dass sie den ganzen Text verdecken, manchmal ploppen auch immer wieder neue Fenster mit Werbung auf. Gut, dass zu diesem Zweck etwas erfunden wurde, das sich Adblocker nennt. Was genau das ist, wozu man ihn nutzt und warum es manchmal nötig ist, ihn zu deaktivieren, erfährst du in diesem Artikel.

Ilma Vienažindytė Ilma Vienažindytė

Ilma Vienažindytė

Was ist ein Adblocker? Fragen und Antworten zum Thema

Was ist ein Adblocker?

Was ist ein Adblocker?

Das Wort „Ads“ kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für „advertisement“, zu Deutsch Werbung. Ein Adblocker tut also genau das, was der Name schon sagt: er blockt lästige Werbeanzeigen im Internet ab. Von guten und bekannten Adblockern wird ein Großteil der auf Webseiten geschalteten Werbung erkannt und ausgeblendet. Während die gewünschte Seite lädt, werden durch die Adblocker-Software die Domain-Namen derselben überprüft und mit denen auf einer „Blacklist“ verglichen. Wird eine der überprüften Komponenten als Werbung erkannt, wird sie automatisch geblockt. Wenn die Inhalte schließlich geladen sind, hält der Adblocker auch nach Elementen Ausschau, die ebenfalls Merkmale einer Werbeanzeige aufweisen, wie zum Beispiel die typische Banner-Form.

Adblocker

Vor- und Nachteile von Adblockern

Die drei großen Vorteile eines Adblockers sind:

  • pros
    Sicherheit: Online-Werbeanzeigen können von Cyber-Kriminellen genutzt werden, um Malware zu verbreiten. Deshalb können Adblocker dich davor schützen, dass diese Malware auf deinen PC gelangt.
  • pros
    Privatsphäre: Die Adblocker-Software kann auch verhindern, dass Tracking-Software auf deinem PC geladen wird, so dass diese nicht dazu in der Lage ist, Informationen über dich zu sammeln.
  • pros
    Geschwindigkeit: Dadurch, dass nicht erst Dutzende von Anzeigen, Plug-ins und Drittanbieter-Analysen geladen werden müssen, können Webseiten schneller geöffnet werden.

Allerdings bringen Adblocker auch Nachteile mit sich:

  • cons
    Adblocker laufen ständig im Hintergrund, und können so zum Teil die Verbindung verlangsamen. Zudem verfügen die meisten Adblocker über eine Art AI, die ständig über Nutzer “lernt,” und deren Verhalten teilweise auch für andere Anbieter aufzeichnet.
  • cons
    Ein weiterer Nachteil bezieht sich auf die Anbieter von Inhalten im Netz, denn diese müssen schließlich auch irgendwie ihre Arbeit finanzieren. Für viele ist dabei Werbung das wichtigste ökonomische Standbein. Deshalb herrscht mittlerweile eine Art technisches Wettrüsten, denn Inhaltsanbieter verwenden häufig Scripts, die erkennen können, ob der Leser einen Adblocker verwendet. Falls dies zutrifft, wird ihm der Zugriff auf die Internetseite verwehrt. Viele Webseiten von großen Tageszeitungen lassen sich also mit aktiviertem Adblocker gar nicht aufrufen.
  • cons
    Adblocker-Software können keinen umfassenden Schutz bieten, und funktionieren deshalb in einigen Fällen überhaupt nicht. Anzeigen, die zum Beispiel vom „Acceptable Ads Committee“ anerkannt wurden, können nicht immer erkannt werden und werden dir dementsprechend dennoch angezeigt.

Warum du deinen Adblocker von Zeit zu Zeit deaktivieren solltest

Vermutlich will keiner, dass seine Lieblingswebseiten, auf denen er täglich die aktuellen Nachrichten liest, eingestellt werden müssen, weil sie sich nicht mehr finanzieren können. Werbeanzeigen sind für viele Anbieter von Webinhalten eine Haupteinnahmequelle. Wenn diese nun wegfällt, da jeder nur noch Adblocker einsetzt, geht das mit erheblichen finanziellen Einbußen für die Herausgeber einher.

Zudem kann es sein, dass Webseiten einen Blocker für Adblocker benutzen und du deren Inhalte nur mit ausgeschaltetem Werbeblocker sehen kannst.

Falls du dir also nun die Frage stellst, ob du einen Adblocker benutzen sollst oder nicht, lautet die Antwort „ja“, aber lasse ihn nicht pausenlos eingeschaltet, sondern deaktiviere ihn von Zeit zu Zeit, um auch die Anbieter von Webinhalten etwas zu unterstützen. Denn was wäre ein Internet ohne Inhalte?

Wie deaktiviere ich meinen Adblocker?

Aus den oben genannten Gründen gibt es eine ganze Reihe von Szenarien, in denen sich das gelegentliche Abschalten des Adblockers lohnt, oder sogar wichtig ist. Hier eine simple, Schritt-für-Schritt Anweisung wie sich quasi jeder Adblock deaktivieren lässt:

1. Adblocker deaktivieren

Egal welcher Adblocker genutzt wird, das entsprechende Icon findet sich eigentlich immer oben rechts am Rande des Browsers. Klicke auf das Icon deines jeweiligen Adblockers, um das Blockieren von Werbeinhalten auf der gerade ausgewählten Seite zu deaktivieren.

Wie deaktiviere ich meinen Adblocker? Schritt 1

2. Seite neu laden

Im zweiten Schritt muss einfach die entsprechende Seite neu geladen werden, damit der ausgewählte Server registriert, dass der Adblocker nun ausgeschaltet ist. In den meisten Fällen bieten Adblocker auch gleich an, dass neuladen aus dem Plugin Menü direkt zu starten.

Wie deaktiviere ich meinen Adblocker? Schritt 2

Welche Adblocker sind empfehlenswert?

Es gibt eine große Auswahl an verfügbaren Adblockern und Browser-Erweiterungen. Umso wichtiger ist es deshalb, aus all diesen Angeboten den richtigen auszuwählen. Diese Aspekte solltest du dabei beachten:

  • Es treibt auch gefälschte Adblocker-Software im Internet ihr Unwesen. Deshalb solltest du immer eine kleine Recherche über die App durchführen, die du nutzen möchtest. Gefälschte Adblocker funktionieren nicht richtig, können deine Daten zu Werbezwecken sammeln und im schlimmsten Fall auch noch Malware auf deinen Computer bringen.
  • Achte darauf, dass der Adblocker, den du verwenden möchtest, auch verschiedene Arten von Werbeanzeigen blockt.
  • Stelle sicher, dass du bei dem Adblocker auch benutzerdefinierte Einstellungen vornehmen kannst. Es sollte zum Beispiel ohne Weiteres möglich sein, bestimmte Arten von Werbeanzeigen freizugeben, so dass diese nicht mehr geblockt werden.
  • Es sollte auch einen Kundenservice geben, für den Fall, dass du irgendwelche wichtigen Fragen hast.
  • Es gibt auch Adblocker die zu stark sind und dadurch vielleicht auch den relevanten Inhalt einer Seite blocken.

Eine weitere Option wäre die Nutzung eines VPN (Virtual Private Network), bei dem ein Adblocker inklusive ist. So können gleich zwei wichtige Dinge miteinander kombiniert werden: Du bleibst von lästiger Werbung verschont und gleichzeitig bleiben deine Online-Aktivitäten privat.

Blockiere Werbung, schütze deine Daten und surfe anonymer durchs Netz – mit NordVPN.

Wie in diesem Artikel aufgezeigt wurde, ist Werbung für viele Internetseiten-Betreiber unerlässlich, um ihre Inhalte weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen zu können. Deshalb solltest du deinem Adblocker ab und an eine Pause gönnen und auch mal Werbung zulassen. Schließlich gibt es auch interessante Werbeanzeigen, die vielleicht sogar nützlich für dich sein können.

Im Internet findest du ausführliche Erklärungen dazu, wie du deinen Adblocker deaktivierst. Egal welchen Browser und welchen Werbeblocker du nutzt, dort wirst du sicher fündig.

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Ilma Vienažindytė
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success Geprüfter Autor
Ilma Vienažindytė arbeitet als Content Manager und ist beim Thema Technologie und Online-Sicherheit mit Leidenschaft dabei. Neben ihrem Schwerpunkt auf Technologie hat sie sich auch darauf spezialisiert, neuen Märkten im Hinblick auf Cybersicherheit Einblicke zu verschaffen.