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Remote-Access-VPN: Wie es funktioniert, Vorteile und Sicherheitstipps

Mit einem virtuellen privaten Netzwerk für Remote-Zugriff können Unternehmen Dateien und Ressourcen sicher mit ihren Mitarbeitern teilen. Wenn du von zu Hause aus arbeitest, ist das eine super Möglichkeit, dich sicher mit den Servern deines Unternehmens zu verbinden. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie ein Remote-Access-VPN funktioniert, welche Vorteile sie bieten und weitere Sicherheitstipps.

22. Mai 2025

5 Min. Lesezeit

Was ist ein Remote-Access-VPN und wie funktioniert es?

Was ist ein Remote-Access-VPN?

Ein Remote-Access-VPN ist eine temporäre, sichere Netzwerkverbindung, mit der Mitarbeitende aus der Ferne auf das Netzwerk ihres Arbeitgebers zugreifen können. Unternehmen und Privatpersonen nutzen es, um von überall sicher und bequem auf zentrale Firmendateien zuzugreifen sowie die Cybersicherheit zu erhöhen. Das VPN wird häufig auf gängigen Betriebssystemen wie Windows, macOS, iOS, Android und Linux eingesetzt.

Wie funktioniert ein Remote-Access-VPN?

Ein Remote-Access-VPN funktioniert, indem es Nutzern ermöglicht, sich von entfernten Orten aus sicher über das Internet mit einem privaten Netzwerk (z.B. dem Netzwerk einer Firma oder Behörde) zu verbinden. Dabei werden Daten verschlüsselt übertragen und sicher authentifiziert.

Hier siehst du Schritt für Schritt, wie ein Remote-Access-VPN funktioniert:

  1. 1.Der VPN-Client wird auf dem Endgerät installiert (Computer, Smartphone).
  2. 2.Der VPN-Client wird gestartet und der Nutzer meldet sich mit Zugangsdaten an.
  3. 3.Der VPN-Client verbindet sich verschlüsselt über das Internet mit einem VPN-Server des Unternehmens.
  4. 4.Der VPN-Server authentifiziert dann die Nutzer mittels Sicherheitsprotokollen wie IPSec, OpenVPN, SSL/TLS oder WireGuard (häufig mit Multifaktor-Authentifizierung).
  5. 5.Nach erfolgreicher Authentifizierung entsteht ein verschlüsselter VPN-Tunnel (z.B. AES-256-Verschlüsselung) zwischen Nutzergerät und Unternehmensnetzwerk.
  6. 6.Alle Daten werden verschlüsselt übertragen, vom Server entschlüsselt und dann sicher ans Firmennetzwerk geleitet.
  7. 7.Die Verbindung bleibt so lange bestehen, bis der Nutzer sie beendet.

Remote-Access-VPN vs. Site-to-Site-VPN

Ein Remote-Access-VPN verbindet einzelne Benutzer (etwa Mitarbeiter von unterwegs oder im Homeoffice) sicher und flexibel mit einem Firmennetzwerk – es ist daher ein gutes VPN für Unternehmen. Hierfür wird VPN-Client-Software verwendet und die Verbindung besteht temporär, bei Bedarf des Nutzers. Im Gegensatz dazu vernetzt ein Site-to-Site-VPN komplette Netzwerke oder Unternehmensstandorte dauerhaft miteinander. Hierbei benötigt man in der Regel keine VPN-Clients auf einzelnen Geräten, da die Verbindung direkt zwischen den Routern oder Gateways der jeweiligen Standorte eingerichtet wird. Remote-Access-VPN eignet sich daher hauptsächlich für Einzelanwender, während Site-to-Site-VPN, anders als andere VPN-Arten, für die Vernetzung ganzer Büros oder Niederlassungen ideal ist. Hier findest du eine Übersicht mit den wichtigsten Unterschieden von Site-to-Site-VPN und Remote-Access-VPN:

Site-to-Site-VPN

Remote-Access-VPN

Anwendungsbereich

Verbindet verschiedene Büronetzwerke zu einem gemeinsamen LAN-Netzwerk.

Verbindet einzelne Nutzer mit privaten internen Netzwerken.

Setup

Muss überall eingerichtet werden. Jedes Endgerät, das sich damit verbindet, bekommt automatisch Zugriff auf das interne Netzwerk, ohne dass man was extra einstellen muss.

Jedes Gerät eines Clients muss über bestimmte Software oder Konfigurationen verfügen, um sich mit dem HQ-Server verbinden und Netzwerkzugriff erhalten zu können. Die HQ-Server-Einrichtung muss außerdem eingehenden VPN-Datenverkehr akzeptieren.

Datenfluss

Die Daten gehen durch den Gateway des Büros und werden komplett verschlüsselt weitergeschickt.

Jeder Nutzer erstellt bei der Verbindung seinen eigenen VPN-Tunnel. Daten, die das Gerät verlassen, sind jetzt verschlüsselt.

Nutzer

Büromitarbeiter, die sich mit anderen Filialen oder der Zentrale verbinden.

Mitarbeiter, die von zu Hause oder von anderen Orten als dem Büro aus arbeiten.

Tunneling

Ermöglicht mehreren Benutzern die gemeinsame Nutzung eines einzigen VPN-Tunnels.

Jeder Nutzer richtet einen eigenen VPN-Tunnel ein.

Wann wird das Remote-Access-VPN verwendet?

Ein Remote-Access-VPN kann für viele Nutzer von entscheidender Bedeutung sein, erfahre hier, wann ein Remote-Access-VPN verwendet wird: 

  1. 1.Homeoffice und mobiles Arbeiten. Ein Remote-Access-VPN ermöglicht Mitarbeitenden, von Zuhause oder unterwegs sicher und flexibel auf das Firmennetzwerk, interne Anwendungen und Daten zuzugreifen.
  2. 2.Sicherer Cloud-Zugriff. Remote Access bietet sicheren Zugriff auf ausgelagerte Unternehmensressourcen in privaten oder öffentlichen Cloud-Umgebungen und sorgt für Datenschutz und Compliance.
  3. 3.Zugang für externe Dienstleister und Lieferanten. Remote-Zugriffs-VPN ermöglicht externen Auftragnehmern oder Partnerunternehmen zeitlich befristet und geschützten Zugriff auf spezifische Unternehmensressourcen und -daten.
  4. 4.Zugriff auf geografisch eingeschränkte Inhalte. Privatpersonen und Mitarbeiter können Remote-Access-VPNs nutzen, um geografisch eingeschränkte Dienste und Inhalte privat und sicher abzurufen.
  5. 5.Schutz in öffentlichen Netzwerken. Das Remote-Access-VPN bietet Anwendern in öffentlichen kostenlosen WLAN-Hotspots eine sichere, verschlüsselte Verbindung, um den Datenverkehr vor Cyberangriffen zu schützen.

Was sind die Vorteile eines Remote-Access-VPN?

Hier findest du die Vorteile eines Remote-Access-VPNs, die du und deine Remote-Mitarbeiter haben.

Schutz vor unbefugten Benutzern

Mit einem Premium-Remote-Access-VPN kannst du sicherstellen, dass interne Netzwerke und Ressourcen nur von Benutzern erreicht werden können, die sich mit Multi-Faktor-Authentifizierung beim entsprechenden VPN-Client angemeldet haben. Du kannst sogar einen dedizierten Server für deine Benutzer einrichten, um eine bessere Zugriffskontrolle zu ermöglichen. Außerdem verbirgt das VPN die IP-Adresse und den geografischen Standort, was für mehr Privatsphäre sorgt.

Optimiert den Remote-Zugriff

Teams und Mitarbeiter werden immer dezentraler, aber mit einem guten VPN für Remote-Zugriff gibst du allen Benutzern Zugriff auf die Ressourcen, die sie brauchen. So kannst du effektive Remote-Teams aufrechterhalten und alle Mitarbeiter unabhängig von ihrem Standort im selben Netzwerk halten.

Begrenzen Sie die Gefahr von Cyberangriffen

Wenn Mitarbeiter außerhalb des Büros arbeiten, sind sie einem höheren Risiko von Cyberangriffen ausgesetzt. Wenn ein Remote-Benutzergerät kompromittiert wird, kann das gesamte Netzwerk durch Spear-Phishing und Ransomware-Angriffe gefährdet sein. Mit NordLayer werden ihre Daten jedoch über einen sicheren Tunnel übertragen, sodass sie selbst bei einer Verbindung mit einem ungesicherten WLAN ihre Online-Aktivitäten nicht preisgeben.

Erleichtere den Zero-Trust-Netzwerkzugriff

Remote-Zugriffs-VPN-Software kann als Teil einer Zero-Trust-Netzwerkinfrastruktur eingesetzt werden, in der sich Mitarbeiter wiederholt authentifizieren müssen, um auf verschiedene Bereiche des Unternehmensnetzwerks zugreifen zu können. Diese Vorgehensweise kann die Netzwerksicherheit erhöhen und es Hackern erschweren, ein kompromittiertes Gerät zu nutzen, um den Rest des Netzwerks anzugreifen.

Ist ein Remote-Access-VPN sicher?

Ja, ein Remote-Access-VPN ist grundsätzlich sicher, vor allem, wenn es starke Verschlüsselung, zuverlässige Benutzerauthentifizierung, Firewall-Integration und Endpoint-Sicherheitsprüfungen miteinander kombiniert. Die Gesamtsicherheit hängt jedoch von einer korrekten Implementierung, regelmäßigen Systemaktualisierungen sowie dem Sicherheitsbewusstsein der Anwender ab und schützt allein nicht vor allen Bedrohungen wie z.B. Phishing oder Malware.

Welche Risiken bergen Remote-Access-VPN?

Obwohl ein Remote-Access-VPN sicher ist, sollten sich Anwender bestimmter Risiken bewusst sein, die trotz Remote-Access-VPN zur Gefahr für die Daten werden können:

  • Diebstahl von Zugangsdaten. Gestohlene oder kompromittierte Anmeldedaten könnten unautorisierten Zugriff auf die Systeme ermöglichen.
  • Benutzer mit zu vielen Berechtigungen. Wenn die Nutzer eines VPNs zu viele Berechtigungen auf Bereiche haben, die sie nicht unbedingt benötigen, erhöht dies das Risiko für unerlaubten Datenzugriff und Manipulation.
  • Unsichere Endgeräte. Geräte ohne ausreichenden Virenschutz oder Sicherheitsupdates gefährden das Firmennetzwerk. 
  • Nicht aktualisierte Client-Software. Veraltete Software kann möglicherweise bekannt gewordene Schwachstellen enthalten, die Hacker für Angriffe missbrauchen können.
  • Fehlkonfigurierte Server. Fehlerhafte Sicherheitseinstellungen begünstigen ungewollte Zugriffe und Cyberangriffe.
  • Gefahr durch Malware und Insider-Bedrohungen. Externe Schadsoftware (etwa durch Phishing auf ein Gerät geladen) oder interne Akteure können über VPN-Zugänge Schaden verursachen.

VPN-Hijacking oder Man-in-the-Middle-Angriffe. Angreifer können die VPN-Verbindung abfangen, manipulieren oder übernehmen, wenn Verbindungen nicht ausreichend geschützt sind.

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Werner Beckmann | NordVPN

Werner Beckmann

Werner ist Copywriter und Wortjongleur bei NordVPN. Er recherchiert gerne die neuesten Trends in Sachen Cybersicherheit und berichtet über spannende Tech-Themen im NordVPN-Blog. Mit seinen Texten möchte er die Menschen über Online-Sicherheit aufklären und die Vision eines wahrhaft freien Internets vorantreiben.