Was wir gefragt haben und wen wir gefragt haben
Jedes Jahr führen wir eine Umfrage durch, um zu verstehen, wie Menschen VPNs nutzen und wie sich ihre Gewohnheiten im Laufe der Zeit verändern. An der jüngsten Umfrage nahmen Teilnehmer aus zahlreichen Ländern teil, mit Antworten aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien und vielen mehr, was uns Einblick in einige der wichtigsten Märkte gewährt. Wir haben gefragt, ob die Menschen ein VPN nutzen, ob sie sich für einen kostenlosen oder kostenpflichtigen Dienst entschieden haben und was ihre Hauptgründe für die Wahl eines VPNs waren. Die Datenerfassung für diese Umfrage fand im August 2025 statt.
Der Hauptgrund für die Nutzung eines VPNs im Jahr 2025: Privatsphäre
Menschen nutzen ein VPN, um ihre digitale Privatsphäre zu schützen. In den meisten Märkten, die wir untersucht haben, steht „der Schutz der Privatsphäre und Aktivitäten im Internet“ noch vor der Sicherheit von Geräten und Konten als Hauptgrund für die Nutzung eines VPN. Zusammen treiben Privatsphäre und Sicherheit die VPN-Nutzung am meisten voran und überwiegen damit andere Gründe wie den Zugriff auf bestimmte Inhalte bei weitem. In Deutschland geben 36% der VPN-Nutzer Privatsphäre als Hauptgrund an, verglichen mit 37% in Österreich, 39% in der Schweiz sowie jeweils 38% in Frankreich und Italien.
Diese Ergebnisse zeigen, wie sich die Wahrnehmung von VPNs entwickelt hat. Was einst als Nischen-Tool galt, wird heute als zuverlässige Methode zum Schutz persönlicher Daten und zur Reduzierung von Online-Tracking angesehen. Für viele Nutzer ist das Aktivieren eines VPNs zu einer alltäglichen Maßnahme geworden, um ihre Online-Aktivitäten privat zu halten.
Nutzung kostenpflichtiger VPNs in Deutschland leicht rückläufig, während kostenlose Dienste hinzugewinnen
Nach einem jahrelangen Trend steigender Nutzung von kostenpflichtigen VPNs in Deutschland ist der Anteil im Jahr 2025 gegenüber 2024 erstmals von 15% auf 13% gefallen. Kostenlose VPN-Dienste konnten ihren Anteil hingegen stabil bei 14% halten. Die Gesamtnutzung ging dadurch von 33% auf 32% leicht zurück – ein langfristiger Trend ist aber noch nicht absehbar.
Ein ähnliches Bild zeichnet sich in den weiteren deutschsprachigen Ländern ab: In Österreich sank die Nutzung kostenpflichtiger VPNs von 11% auf 10%, während kostenlose Alternativen um einen Prozentpunkt auf 1% zulegen konnten. In der Schweiz gab es zwar keinen Rückgang bei kostenpflichtigen VPNs (16%), dafür aber einen Anstieg bei kostenlosen Diensten von 10% auf 13%.
Die Anziehungskraft des „Kostenlosen“ ist nach wie vor vorhanden, auch wenn immer mehr Menschen zu der Überzeugung gelangen, dass digitale Privatsphäre und Sicherheit es wert sind, dafür zu bezahlen.
Warum „kostenlos“ die Privatsphäre gefährden kann
Auch ein kostenloses VPN benötigt Einnahmen. Wenn der Dienst dir keine Gebühren berechnet, verdient er möglicherweise Geld mit deinen Daten, durch Werbung oder beides. Dieser Kompromiss äußert sich oft in schwächerer Sicherheit, eingeschränkten Funktionen oder aggressivem Upselling. Ja, du erhältst mit kostenlosen VPNs ein gewisses Maß an Schutz, aber du musst dafür auch Folgendes in Kauf nehmen:
- Daten-Monetarisierung: Viele kostenlose Apps verfolgen Nutzungs- oder Surfgewohnheiten, um gezielte Werbung zu schalten oder Einblicke ins Nutzerverhalten zu liefern. Das ist das Gegenteil von hoher Privatsphäre.
- Schwächere Sicherheitsstandards: Einige kostenlose Dienste verzichten auf moderne Protokolle, verwenden veraltete Verschlüsselung oder verfügen nicht über Perfect Forward Secrecy (PFS). Infolgedessen kann dein Datenverkehr leichter analysiert oder abgefangen werden.
- Fehlende Standards: Geprüfte No-Logs-Richtlinien, reine RAM-Server und ein zuverlässiger Kill Switch sind in kostenlosen Tarifen nicht garantiert. Fehlen diese, können bereits kleine Störungen deine Aktivitäten offenlegen.
- Höheres Risiko von Datenlecks: Kleinere Servernetzwerke und schlechtes App-Design erhöhen das Risiko von IP-, DNS- oder WebRTC-Lecks. Ein einziges Leck macht die Nutzung eines VPNs obsolet.
- Leistungsbeschränkungen: Strenge Datenlimits, langsame Verbindungen und ausgelastete Server machen Verbindungen unzuverlässig. Viele kostenlose Apps drängen dich eher zu einem kostenpflichtigen Upgrade, als dir guten Schutz zu bieten.
- Undurchsichtige Eigentumsverhältnisse: Wenn ein Anbieter verschleiert, zu wem er gehört, wo er seinen Sitz hat oder wie er Daten verwaltet, kannst du kaum seine Motive oder rechtlichen Verpflichtungen zur Datenherausgabe beurteilen.
Ein sicheres VPN sollte folgende Merkmale aufweisen: geprüfte No-Logs-Grundsätze, reine RAM-Server, moderne Protokolle (WireGuard®, OpenVPN, IKEv2/IPSec), eine zuverlässige Kill-Switch-Funktion und klare Eigentumsverhältnisse mit transparenten Richtlinien. Wenn ein Dienst die meisten dieser Merkmale nicht aufweisen kann, sollte er unserer Meinung nach nicht dein Vertrauen verdienen.
Die Chance: Viele planen, dieses Jahr mit der Nutzung eines VPN zu beginnen
Unter Nichtnutzern liegt die Absicht, ein VPN zu verwenden, in Deutschland etwa bei 14%, in Österreich sowie in der Schweiz bei etwa 13%. Das ist eine große Gruppe von potenziellen Erstnutzern, die sich zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen VPN-Optionen entscheiden müssen.
Insgesamt hat das Bewusstsein für VPNs ebenfalls von Jahr zu Jahr zugenommen, was darauf hindeutet, dass immer mehr Menschen die Notwendigkeit erkennen, ihre Daten im Internet zu schützen.
Die Hauptvorteile eines VPN-Dienstes sind Privatsphäre und Sicherheit. Und wenn Menschen nach einem stärkeren Schutz im Internet suchen, entscheiden sie sich in der Regel für Anbieter, die zeigen, wie sie diesen Schutz gewährleisten – und nicht für solche, die einfach nur behaupten, dass sie „ein VPN anbieten“.
So wählst du den richtigen VPN-Dienst aus
Bevor du einer VPN-App deine Daten anvertraust, solltest du recherchieren, ob der Dienst wirklich seriös ist und nicht leeren Versprechungen vertrauen. Nutze diese drei Tests für den Schnellcheck – wenn ein Dienst sie nicht bietet, solltest du weitersuchen.
Test 1: Beweis für Privatsphäre
Du möchtest Beweise, keine Slogans. Das bedeutet ein unabhängig geprüfter No-Logs-Grundsatz, Server, die ausschließlich mit RAM arbeiten (sodass Daten nicht langfristig gespeichert werden), sowie klare Grenzen hinsichtlich der von den Apps erfassten Informationen.
Worauf du achten solltest: Schaue, ob die Privatsphäreversprechen des Anbieters von einer unabhängigen Stelle überprüft oder auditiert wurden. Achte auf die Bestätigung einer „RAM-only”- oder „diskless”-Infrastruktur und überprüfe, welche Daten der Dienst sammelt und ob du das Datensammeln ablehnen kannst.
Test 2: Beweis für Sicherheit
Ein gutes VPN sollte moderne Protokolle unterstützen und eine starke Verschlüsselung verwenden, um deinen Internetverkehr zu schützen. Regelmäßige App-Updates sind ein weiteres Muss, da sie Sicherheitspatches enthalten und sicherstellen, dass die App mit Änderungen in Betriebssystemen Schritt hält. Integrierte Schutzfunktionen wie Malware- und Tracker-Blockierung oder ein Kill Switch auf Systemebene sorgen für zusätzliche Sicherheit.
Worauf du achten solltest: Öffne die App und vergewissere dich, dass sie moderne VPN-Protokolle wie WireGuard, OpenVPN oder IKEv2/IPSec unterstützt. Überprüfe, ob in den Einstellungen ein Kill Switch verfügbar ist, und vergewissere dich, dass der Anbieter seine Apps aktiv pflegt und zügig auf Sicherheitsprobleme reagiert, sobald diese auftreten.
Test 3: Beweis für Transparenz
Vertrauen erfordert Transparenz. Du solltest sehen können, wem der Dienst gehört, wo er seinen Sitz hat und wie er auf Datenanfragen von Behörden reagiert. VPN-Anbieter, die sich externen Audits öffnen, nehmen ihre Verantwortung ernst.
Worauf du achten solltest: Rufe die Seite „Über uns“ auf, um den Eigentümer und den Hauptsitz zu identifizieren. Prüfe den Transparenzbericht, um zu sehen, welche Anfragen der Anbieter erhält und wie er darauf reagiert und suche nach Bewertungen durch Dritte wie Auditoren, sogenannten Bug-Bounties und unabhängigen Untersuchungen.
Weitere Aspekte
Neben Tests gibt es auch technische Aspekte – der Funktionsumfang, der Update-Verlauf und sogar kleine Designentscheidungen –, die deine Entscheidung beeinflussen können. Zu den positiven Features gehören verschleierte Server, Split-Tunneling und Double VPN. Klare Einrichtungsanleitungen und ein reaktionsschneller Kundensupport sind ebenfalls deutliche Signale dafür, dass der Anbieter die Nutzer an erste Stelle setzt.
Negative Anzeichen weisen, wie zu erwarten, in die entgegengesetzte Richtung. Ein Dienst, der öffentliche Audits oder Transparenzberichte auslässt, verlangt von dir, dass du ihm blind vertraust. Behauptungen über vollständige Privatsphäre sollten dich ebenfalls stutzig machen, denn sobald du online bist, ist hundertprozentige Privatsphäre kaum möglich. Unternehmen, die ihre Eigentümer oder ihren Standort verschleiern, sind schwieriger zur Rechenschaft zu ziehen, daher solltest du diese einfach meiden. Und VPN-Apps, die unnötige Berechtigungen einfordern, bergen zusätzliche Risiken, die grundsätzlich niemand eingehen sollte.
Umfrage- und Forschungsmethodik
Die Umfrage wurde im August 2025 von externen Agenturen im Auftrag von NordVPN durchgeführt. Die Stichprobe umfasste etwa 1.000 Einwohner pro Land, wobei einige Märkte etwas unter dieser Zahl lagen. Die Befragten waren Internetnutzer im Alter zwischen 18 und 74 Jahren mit Quoten für Alter, Geschlecht und Region, um eine national repräsentative Stichprobe zu gewährleisten.
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