Pendelgewohnheiten und Transportmittel
Untersuchungen von NordVPN zeigen, dass 72% der Menschen in Deutschland mindestens ein paar Mal pro Woche pendeln. Weltweit ist der Durchschnitt ähnlich, wobei 7 bis 8 von 10 Befragten regelmäßig pendeln.
In Europa pendeln Spanier und Italiener besonders viel, wobei 7 von 10 Befragten täglich pendeln, was wahrscheinlich auf die hohe städtische Dichte und das umfangreiche öffentliche Verkehrsnetz zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu pendeln Schweden am seltensten, wobei nur 44% täglich pendeln, was auf die starke Infrastruktur und die Möglichkeit der Telearbeit zurückzuführen ist.
Was den Transport betrifft, so sind Privatfahrzeuge das häufigste Verkehrsmittel, das von 64% der Befragten weltweit genutzt wird. In Deutschland ist das Fahrrad ein beliebtes Fortbewegungsmittel, um zur Arbeit zu fahren. Insgesamt 24% der deutschen Befragten gab dies als Transportmittel an – mehr als in allen anderen befragten Ländern. Mit dem eigenen Fahrzeug fahren 65% der Deutschen zur Arbeit und 30% gehen zu Fuß.
Spanier und Franzosen lieben es ebenfalls, zu Fuß zur Arbeit zu gehen, weit über dem weltweiten Durchschnitt von 32%. In Südkorea sind Busse nach dem eigenen Fahrzeug das zweitbeliebteste Transportmittel, das von 42% der Menschen genutzt wird. Interessanterweise nutzen Menschen in englischsprachigen Ländern und Südkorea häufiger als im weltweiten Durchschnitt aller befragten Länder Taxis oder Mitfahrgelegenheiten.
78% der Befragten nutzen ein Gerät während des Pendelns
Die Mehrheit der Pendler weltweit – 8 von 10 – nutzt während des Pendelns ein Gerät. Südkoreaner sind dabei führend: 9 von 10 Pendlern nutzen Geräte, während Schweden mit nur 6 bis 7 von 10 am wenigsten davon Gebrauch machen.
Smartphones sind bei weitem die beliebteste Wahl. In Deutschland nutzen 73% der Pendler Smartphones. Ebenfalls beliebt in hierzulande sind Laptops (17%) und Tablets (15%). Außerdem gaben 22% der deutschen Befragten an, gar kein Gerät auf dem Weg ins Büro zu benutzen.
Die Studie ergab zudem, dass Pendler in englischsprachigen Ländern und Frankreich während ihres Pendelverkehrs eher Laptops verwenden als in anderen Ländern. Diese Erkenntnis deutet darauf hin, dass Pendler in diesen Regionen möglicherweise arbeitsbezogene Aufgaben erledigen oder unterwegs größere Bildschirmfläche für Multitasking benötigen.
Pendler auch auf der Datenautobahn unterwegs
Die NordVPN-Studie ergab, dass 6 von 10 Pendlern weltweit auf dem Weg zur Arbeit Internet nutzen. Südkoreaner sind am häufigsten online, 8 von 10 nutzen das Internet. Schweden sind am wenigsten online, nur 5 von 10 greifen auf das Internet zu. In Deutschland gehen mit 57% weniger Menschen online als in anderen Ländern. Nur in Schweden sind es mit 50% noch weniger.
Die deutschen Befragten, die sich mit dem Internet verbinden, verbringen etwa 27% bis zu 30 Minuten online. Interessanterweise verbringen 16% der deutschen Pendler, die sich mit dem Internet verbinden, bis zu einer Stunde online, was darauf hindeutet, dass die Internetnutzung für einen erheblichen Teil der Pendler ein wesentlicher Bestandteil ihrer Reise ist.
Öffentliches WLAN ist eine riskant, wird aber oft genutzt
Sechs von zehn Pendlern, die unterwegs das Internet nutzen, verwenden zumindest manchmal öffentliches WLAN. Pendler in Südkorea, Deutschland und Großbritannien nutzen mit 79%, 78% bzw. 68% am häufigsten öffentliches WLAN, um sich während des Pendelns damit zu verbinden. Im Gegensatz dazu nutzen Schweden mit nur 35% der Pendler am wenigsten öffentliches WLAN.
Die weit verbreitete Nutzung von öffentlichem WLAN birgt ein potenzielles Sicherheitsrisiko, da diese Netzwerke möglicherweise nicht verschlüsselt sind, wodurch Pendler anfällig für Cyberangriffe sind. Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass Pendler in bestimmten Regionen eher bereit sind, das Risiko der Nutzung von öffentlichem WLAN einzugehen, während andere vorsichtiger sind.
Die Risiken des Shoulder Surfing und der Ablenkung durch Geräte
Beim Shoulder Surfing spioniert jemand den Bildschirm eines anderen aus, indem man ihm über die Schulter schaut, während er ein Gerät benutzt. Dieses Verhalten kommt häufig an öffentlichen Orten wie in öffentlichen Verkehrsmitteln vor, wo andere leicht sehen können, was auf dem Bildschirm einer Person angezeigt wird. Dies stellt ein Sicherheitsrisiko dar, da der Schnüffler ohne Wissen des Gerätebesitzers sensible Daten wie Passwörter, persönliche Nachrichten oder Bankdaten sehen kann.
Etwa ein Viertel der Pendler weltweit (23%) hat schon einmal bemerkt, dass jemand aufs Gerät geschaut hat. Spanien hat mit 34% die höchste Rate an Shoulder Surfern, Deutschland liegt mit 29% auf Platz zwei, während Schweden mit 7% die niedrigste Rate aufweist. Diese signifikante Abweichung deutet darauf hin, dass öffentliche Plätze mit höherem Fußgängerverkehr, wie z.B. in Spanien, mehr Möglichkeiten für diese Art von Sicherheitsverletzungen bieten könnten.
Neben dem Shoulder Surfing stellen Geräte, die von der eigentlichen Tätigkeit ablenken, ein weiteres Risiko dar. Im Durchschnitt verpassen zwei von zehn Pendlern ihre Haltestelle, weil sie ein Gerät benutzen. Dieses Problem tritt am häufigsten in Südkorea auf (32%) und Deutschland (24%) auf, wo viele Pendler für ihre täglichen Fahrten auf Busse, Züge oder U-Bahnen angewiesen sind.
Gerätenutzung während der Fahrt
Obwohl sich unsere Untersuchungen nicht speziell auf die Gefahren der Nutzung von Geräten während der Fahrt konzentrierten, ist es wichtig zu erörtern, wie riskant dies sein kann. Laut Runter-vom-Gas und Statistischem Bundesamt gab es 2023 durch Ablenkungen 7.527 Unfälle mit Personenschaden, 98 Personen wurden dabei getötet. Bei 981 dieser Vorfälle wurde ein Elektrogerät genutzt.
Das Schreiben von Textnachrichten oder die Nutzung eines Telefons während der Fahrt ist gefährlich, aber auch die Nutzung anderer Geräte, wie das Abrufen von Nachrichten oder die Verwendung von GPS, kann die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ablenken. Ablenkungen am Steuer sind jedoch nicht auf Geräte beschränkt. Auch das Essen, das Einstellen des Radios oder das Gespräch mit Mitfahrern können die Konzentration beeinträchtigen. Um sicher zu fahren, vermeide die Nutzung von Geräten während der Fahrt und konzentriere dich stets auf den Straßenverkehr.
Wofür nutzen die Pendler ihre Smartphones?
Im Durchschnitt hören die meisten Pendler weltweit, die Smartphones nutzen, Musik oder Podcasts (54%). In Deutschland lesen oder hören die Befragten am liebsten Nachrichten (47%) und scrollen durch Social Media (45%).
In den untersuchten Ländern war Gaming in Frankreich am beliebtesten, auch wenn es insgesamt nicht die beliebteste Pendleraktivität war. Spanien und Italien brechen den Trend – Telefonieren und das Versenden von Textnachrichten sind beliebter als das Hören von Musik oder Podcasts.
Schützen die Pendler ihre Geräte ausreichend?
Im Durchschnitt schützen die meisten Menschen ihre Smartphones, indem sie sichere Passwörter oder Passcodes verwenden (47%) und ihre Software auf dem neuesten Stand halten (46%). Weniger Pendler verwenden einen Sichtschutz (20%) oder ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) (17%).
Sichtschutz ist in Australien (23 %), Großbritannien (23 %) und Italien (23 %) am beliebtesten. In den USA (24 %), Deutschland (23 %) und Kanada (21 %) verlassen sich mehr Pendler auf VPNs, um ihre Daten zu schützen. Allerdings ergreifen 13% der Pendler in Deutschland überhaupt keine Maßnahmen zum Schutz ihrer Daten.
Cybersicherheitsbedenken:Was Pendler über ihre Daten denken
Pendler, die in englischsprachigen Ländern, Frankreich und Spanien Smartphones nutzen, sind sehr besorgt über Bedrohungen der Cybersicherheit. Im Gegensatz dazu zeigen Pendler in Italien und Japan eine moderate Besorgnis.
In Korea und Deutschland ist die Besorgnis gleichmäßig verteilt – ein gleich großer Anteil der Pendler ist mäßig besorgt und nicht besorgt über Cyber-Bedrohungen. Schweden sind am wenigsten besorgt, wobei 7 von 10 Personen entweder nicht oder nur leicht besorgt sind.
Diese Unterschiede zeigen, wie unterschiedlich das Bewusstsein für Cybersicherheit in den verschiedenen Regionen ist. Die Gründe dafür können Unterschiede in den Richtlinien zur digitalen Sicherheit, die Exposition gegenüber Cybervorfällen oder öffentliche Aufklärungskampagnen sein. Weitere Untersuchungen könnten analysieren, was diese regionalen Trends antreibt und wie sie das Verhalten von Pendlern beeinflussen.
Cybersicherheittipps für den Weg zur Arbeit
Das Pendeln kann dich verschiedenen Sicherheitsrisiken aussetzen, insbesondere wenn du unterwegs öffentliches WLAN oder persönliche Geräte verwendest. Um deine Daten und deine Privatsphäre zu schützen, befolge diese Cybersicherheitstipps:
- Vermeide es, sensible Informationen über öffentliches WLAN zu öffnen. Greife nicht auf sensible Konten zu, wie z.B. Bank- oder arbeitsbezogene Dienste, während du dich in ungesicherten Netzwerken befindest. Hacker können diese Netzwerke ausnutzen, um deine Daten abzufangen und sich unbefugten Zugang zu verschaffen.
- Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), um deine Konten zusätzlich zu schützen. 2FA erschwert es Hackern, sich unbefugten Zugang zu deinen Online-Konten zu verschaffen.
- Halte deine Geräte auf dem neuesten Stand. Stelle sicher, dass dein Smartphone, Laptop oder Tablet über die neuesten Software-Updates verfügt, um bekannte Schwachstellen zu beheben.
- Schalte automatische WLAN-Verbindungen aus. Deaktiviere die automatische Verbindungsfunktion, um zu verhindern, dass dein Gerät ohne dein Wissen eine Verbindung zu unsicheren Netzwerken herstellt.
- Verwende sichere, einzigartige Passwörter. Verwende komplexe, einzigartige Passwörter für deine Konten und ziehe die Verwendung eines Passwort-Managers in Betracht, um sie sicher zu verwalten.
- Sperre dein Gerät. Sperre dein Gerät immer mit einem Passwort, einem Fingerabdruck oder einer Gesichtserkennung, um unbefugten Zugriff zu verhindern, falls es verloren geht oder gestohlen wird.
Verwende ein VPN. Stelle immer eine Verbindung zu einem VPN her, um deine Internetverbindung zu verschlüsseln und deinen Online-Verkehr in öffentlichen WLAN-Netzwerken zu schützen.
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Methodik
Die Umfrage wurde von NordVPN in Auftrag gegeben und von den externen Unternehmen Cint und Norstat vom 20. Februar bis 2. März 2025 durchgeführt. Die Zielgruppe der Umfrage waren Einwohner der USA, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, Australiens, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Spaniens, Schwedens, Südkoreas und Japans im Alter von 18 bis 74 Jahren (landesweit repräsentativ), mit Ausnahme von Südkorea (18 bis 64 Jahre).
Die Stichprobe wurde aus nationalen Internetnutzern gezogen. Es wurden Quoten für Alter, Geschlecht und Wohnort festgelegt. Insgesamt wurden 10.800 Personen befragt – 800 Personen aus Spanien und jeweils 1.000 Personen aus den übrigen Ländern.