Betrugsmaschen rund um den Fußball
Laut der Umfrage gaben 9 % der Befragten an, in den letzten zwei Jahren von Betrug im Zusammenhang mit Fußball betroffen gewesen zu sein. Darüber hinaus berichteten 18 % der Teilnehmer, dass sie im Jahr 2024 oder 2025 auf eine Online-Betrugsmasche im Bereich Fußball, Unterhaltung oder Reisen gestoßen sind.
Obwohl diese Zahlen im Vergleich zu den häufigsten Betrugsarten (wie gefälschten Anrufen/Nachrichten von Banken oder Support-Zentren, die 37 % der deutschen Befragten betrafen) relativ gering erscheinen, erwarten Cybersicherheits-Experten angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft einen signifikanten Anstieg von Fußballbetrügereien, insbesondere im Wettbereich.
Wetten, dass…? Betrügerisches Glücksspiel
Von den 9 % der Befragten, die in den Jahren 2024 und 2025 mit Betrug im Fußballbereich konfrontiert waren, gaben 31 % an, es mit Wettbetrug zu tun gehabt zu haben. Gefälschte Spieltickets und der Verkauf von gefälschten Merchandise-Artikeln standen mit 52 % sowie 32 % ebenfalls weit oben auf der Liste. Die Zahlen deuten auch darauf hin, dass einige der Befragten beim Surfen im Internet auf mehrere Arten von Betrug im Zusammenhang mit Fußball gestoßen sind (zum Beispiel sowohl Wettbetrug als auch gefälschte Spieltickets).
Die häufigsten Betrugsszenarien beim Wettbetrug drehen sich um gefälschte Wettangebote für Fußballspiele (17 %) und betrügerische Wett-Tipps (15 %). Auch Spielmanipulationen stehen auf der Liste: 12 % der von Wettbetrug Betroffenen berichteten von dieser Art des Betrugs.
Social Media – das Spielfeld für Betrug
Laut der Umfrage berichteten 60 % der Befragten, dass sie mit Fußballbetrug über Social-Media-Apps konfrontiert wurden (30 % über Facebook, 30 % über TikTok, 29 % über Instagram, 12 % über X/Twitter). Weitere Verbreitungswege waren Messaging-Apps (44 %), E-Mail (35 %), gefälschte Webseiten (28 %) und sogar SMS (16 %). Insgesamt gaben 3 % der Befragten an, durch fußballbezogene Betrügereien Geld verloren zu haben. Der typische Verlust lag dabei zwischen 51 € und 100 €.
Mit der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist eine massive Zunahme der Aufmerksamkeit in den sozialen Medien unbestreitbar. Da Kriminelle hauptsächlich Social-Media-Nutzer ins Visier nehmen, ist mit einem drastischen Anstieg der Betrugsfälle und finanziellen Verluste zu rechnen.
Ein Blick auf die letzte Weltmeisterschaft 2022 zeigt die Dimension: Damals verfolgten 56 % der Internetnutzer das Ereignis, und 11 % von ihnen wurden mit Fußball-bezogenem Betrug konfrontiert. Die finanziellen Schäden bewegten sich dabei zwischen 101 € und 150 €.
Gute Unterhaltung (für Betrüger)
Der Betrug im Zusammenhang mit Unterhaltungsangeboten betrifft etwa 7 % der deutschen Befragten. Die häufigsten Betrugsszenarien in dieser Kategorie sind gefälschte Konzert- und Veranstaltungsticketverkäufe (55 %), Fake-Fanartikel (35 %) sowie gefälschte Fanclub-Mitgliedschaften (21 %).
Ähnlich wie beim fußballbezogenen Betrug sind soziale Medien die beliebteste Plattform für Betrüger. Insgesamt gaben 67 % der Befragten an, auf Websites wie Facebook, Instagram, TikTok oder X (Twitter) mit solchen Betrügereien in Berührung gekommen zu sein, während 48 % sie über Messenger-Apps erhielten. Von den Betroffenen gaben 3 % an, Geld verloren zu haben, wobei zwei Drittel einen Verlust zwischen 101 € und 150 € verzeichneten.
Reiseziel: Betrug
Laut unserer Umfrage sind 6 % der deutschen Befragten mit Betrugsfällen im Zusammenhang mit Reisen konfrontiert worden. Die häufigsten Betrugsmaschen sind gefälschte Unterkunftsbuchungsangebote (36 %), gefälschte Ticketangebote für Touren und Sightseeing (33 %) sowie gefälschte Reiseversicherungsangebote (28 %). Ähnlich wie bei Betrügereien rund um Fußball und Unterhaltung nutzen Betrüger im Reisebereich vor allem soziale Medien (52 %), Messaging-Apps (44 %) und E-Mail (36 %), um ihre Opfer zu erreichen.
Besorgniserregend ist, dass fast drei Viertel (73 %) der Befragten, die durch Reisebetrug Geld verloren haben, dieser Betrugsart in den letzten zwei Jahren zwei- oder dreimal begegnet sind. 20 % gaben an, im Zeitraum von 2024 bis 2025 einmal damit konfrontiert gewesen zu sein, während 7 % vier- oder mehrmals betroffen waren. Jeweils 27 % der Geschädigten verloren dabei Beträge zwischen 51 € und 100 € bzw. zwischen 101 € und 150 €.
Wie man es (nicht) kommen sieht
Insgesamt gaben 6 % der Befragten an, durch Betrügereien im Zusammenhang mit Fußball, Unterhaltung oder Reisen finanzielle Verluste erlitten zu haben. Von denjenigen, die Geld verloren haben, gaben 46 % an, im Moment des Erhalts der Betrugsangebote gestresst gewesen zu sein, 41 % nannten Stress generell als Faktor, während Aufregung mit 32 % die Top Drei der emotionalen Zustände beim Hereinfallen auf Betrug abschließt.
Weitere Befragungen ergaben, dass die Mehrheit der Betroffenen entweder in ihrer Freizeit (55 %) oder im Urlaub (30 %) kontaktiert wurde. Nur 13 % erhielten Betrugsangebote während der Arbeit oder des Studiums. Die Gesamtergebnisse deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, Betrügern zum Opfer zu fallen, am höchsten ist, wenn man freihat oder sich gestresst und frustriert fühlt.
Auch wenn dies keine exakte Anleitung für Betrüger ist, lässt sich vermuten, dass sie ihre Zielpersonen am Abend kontaktieren, um potenzielle Opfer zu erwischen, wenn diese nach einem Tag voller Arbeit oder Freizeit müde oder abgelenkt sind.
Zudem wählen Betrüger soziale Medien als primäre Kontaktmethode. Dies deutet darauf hin, dass ihre Zielgruppe Nutzer von Facebook, Instagram, TikTok oder X (Twitter) umfasst. Mit Milliarden von aktiven Konten und verschiedenen Inhaltsformen sind diese Plattformen ein ideales Jagdrevier, das Betrügern ermöglicht, ihre Angriffe in großem Stil zu starten.
So schützt du dich vor Online-Betrug
Betrüger sind ständig aktiv, weshalb es unerlässlich ist, zu wissen, wie du deine Online-Präsenz schützt. Einige Sicherheitsmaßnahmen sind unkompliziert und werden von einigen Befragten bereits genutzt. Andere sind vielleicht weniger bekannt, aber es lohnt sich, sich genauer damit auseinanderzusetzen. Hier sind die einfachsten Wege, um das Risiko eines Online-Betrugs zu minimieren:
- Klicke nicht auf verdächtige Links. Mehr als die Hälfte (57 %) der Umfrageteilnehmer gibt an, dies zu vermeiden. Das ist eine gute Gewohnheit, um Phishing-Websites aus dem Weg zu gehen.
- Vermeide Nachrichten oder Anrufe von unbekannten Nummern oder Absendern. Genau wie bei verdächtigen Links kann das Reagieren auf Textnachrichten und Anrufe von Unbekannten zu finanziellem Verlust führen. Obwohl 51 % der Befragten angeben, dies zu vermeiden, sollte (und könnte) diese Zahl deutlich höher sein.
- Sei skeptisch bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer (45 %) gibt an, solche Angebote zu meiden. Es gilt immer: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das höchstwahrscheinlich auch.
- Sei vorsichtig bei Anfragen nach persönlichen Informationen, Geld und Passwörtern. Diese Vorsichtshaltung von 53 % der Befragten ist ein entscheidender Tipp. Seriöse Unternehmen fragen niemals per E-Mail, Textnachricht oder Telefonanruf nach persönlichen Daten. Wenn jemand nach deinen Passwörtern, Kreditkarteninformationen oder deiner Adresse fragt, solltest du sofort misstrauisch werden.
- Nutze sichere Zahlungsmethoden. Mindestens 54 % der Befragten verwenden sichere Zahlungsmethoden beim Online-Einkauf. Das ist eine der einfachsten Möglichkeiten, das Risiko, mit Betrügern in Kontakt zu kommen, zu reduzieren. Kriminelle könnten dich bitten, Überweisungen zu tätigen, unbekannte Zahlungs-Websites zu nutzen oder sogar Krypto-Transaktionen für nicht oder kaum nachverfolgbare Zahlungen durchzuführen. Solche Anfragen sollten immer ein Warnsignal sein.
- Nutze die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). 2FA ist eines der effektivsten Werkzeuge gegen Online-Betrug. Allerdings hat über die Hälfte der Internetnutzer sie nicht eingerichtet. 2FA begrenzt das Risiko erheblich, deine Online-Konten an Scammer zu verlieren. Aktiviere sie daher auf all deinen Online-Plattformen (einschließlich Social Media, E-Commerce und E-Mail) und genehmige niemals unerwartete Anmeldeanfragen.
- Nutze einen Passwort-Manager. Unterschiedliche Passwörter für verschiedene Online-Konten zu verwenden, ist der beste Weg, sie sicher zu halten. Allerdings möchte niemand Dutzende von komplizierten Kombinationen aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen auswendig lernen. Passwort-Manager lösen dieses Problem, indem sie alle deine Passwörter sicher an einem Ort speichern. Einige sind zusätzlich mit Passwort-Generatoren ausgestattet, was dir die Mühe erspart, dir selbst starke Passwörter auszudenken.
- Nutze ein VPN. Obwohl ein VPN nicht vor allen Scammern und Online-Bedrohungen schützen kann, kann es deine Gefährdung durch einige Cyber-Risiken erheblich reduzieren. Ein typisches VPN verschlüsselt deinen Online-Datenverkehr und verbirgt deine IP-Adresse vor böswilligen Akteuren, was besonders nützlich ist, wenn du öffentliche WLAN-Netzwerke nutzt. Wenn du jedoch einen Premium-Dienst wie NordVPN nutzt, erhältst du zusätzlich Funktionen wie Bedrohungsschutz Pro™, der Werbung, Tracker, bösartige Links und bösartige Downloads blockiert. Dies reduziert das Risiko, auf die gängigsten Phishing-Angriffe hereinzufallen, erheblich.
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Methodik
Die Umfrage wurde von NordVPN in Auftrag gegeben und vom 2. bis 10. Februar 2026 von Syno International durchgeführt. Mit einer national repräsentativen Stichprobe unter Internetnutzern wurden 1.001 Einwohner Deutschlands im Alter von 18 bis 64 Jahren befragt. Die Fragen der Umfrage zielten darauf ab, das Risiko für verschiedene Arten von Online-Betrug, die Nutzung von verhaltensbezogenen und technologischen Schutzmaßnahmen sowie die Verluste, die man durch Betrügereien in den Jahren 2024–2025 erlitten hat, zu bewerten. Die Experten verwendeten Quoten nach Alter, Geschlecht und Wohnort, um so genaue Ergebnisse wie möglich zu erzielen.
Vollständige Untersuchungsmaterialien für diese Studie findest du hier.