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Facebook-Datenleck 2022 – bin ich betroffen?

Von Cambridge Analytica bis zum Datenschutzdebakel bei WhatsApp hat sich der Social-Media-Riese Facebook den Ruf erworben, schlecht mit Daten umzugehen. Zuletzt hat ein neuer Skandal das Unternehmen erschüttert: Die persönlichen Daten von mehr als 500 Millionen Nutzern sind geleakt worden.

Werner Beckmann

Werner Beckmann

Facebook-Datenleck 2022 – bin ich betroffen?

Facebook-Datenleck: das ist bekannt

Im März 2018 wurde bekannt, dass die Cambridge Analytica über eine Facebook-Anwendung persönliche Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern sammeln konnte. Diese Daten sollen für Wahlwerbung unter anderem in den USA missbraucht worden sein. In Deutschland waren rund 310.000 Facebook-User von der Daten-Affäre betroffen.

Cambridge Analytica ist aber kein Einzelfall. So konnten IT-Entwickler etwa im September 2018 durch ein Datenleck auf Fotos von rund 7 Millionen Nutzern zugreifen. Im Dezember 2019 wurde bekannt, dass persönliche Daten von rund 267 Millionen Facebook-Usern offen im Internet zur Verfügung. Auch diese Daten wurden möglicherweise über Apps unbemerkt gesammelt.

Zuletzt machte Facebook 2021 mit einem riesigen Datenskandal auf sich aufmerksam. Am Osterwochenende 2021 wurde bekannt, dass persönliche Daten von mehr als 530 Millionen Nutzern im Internet veröffentlicht wurden. Darunter sollen auch Daten von rund 6 Millionen deutscher Nutzern sein.

Was passiert mit meinen Daten bei Facebook?

Verarbeitet werden all deine Daten. Wenn du die Seite aufrufst, verfolgt sie, was du dir anschaust, mit wem du auf Facebook kommunizierst, welche Posts oder Bilder du likest und wem du folgst. Facebook weiß alles. Aus den auf Facebook hochgeladenen Bildern, Beiträgen oder Videos kann sogar deine politische Einstellung oder sexuelle Orientierung ermittelt werden. Facebook ortet Smartphones und weiß, wo du dich gerade aufhältst.

Diese Daten liegen auf verschiedenen Servern verteilt, können aber für Analysezwecke zusammengeführt werden. Außerdem können sie mit Verhaltensdaten des Internet-Nutzers angereichert werden. Dazu zählen andere Webseiten, die du aufgerufen hast und geklickte Links. Bei deiner Web-Nutzung wird sogar die jeweilige Uhrzeit protokolliert, so entsteht ein umfassendes Profil deiner Person, dessen Tagesablauf vollkommen offengelegt ist.

Kombiniert mit den Ortungsdaten deines Smartphones, die deinen Standort verraten, entsteht ein umfassendes Verhaltensprofil. Wie lange die Daten gespeichert werden, ist nicht immer unbedingt klar. Dass Facebook mit diesen Daten Geld verdient, indem es gezielt Werbung damit steuert, ist kein Geheimnis mehr.

So findest du heraus, ob du von einem Datenleak betroffen bist

Du musst dich nicht durch Hackerforen wühlen, um herauszufinden, ob deine persönlichen Daten geleakt wurden. Auf der Webseite Have I Been Pwned, die von dem Cybersecurity-Experten Troy Hunt betrieben wird, kannst du herausfinden, ob dein Konto kompromittiert wurde.

Du brauchst nur deine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse einzugeben und die Webseite zeigt dir sofort an, ob deine Daten bei einem Datenschutzverstoß preisgegeben wurden.

Auf Facebook selbst können User im Hilfebereich ebenfalls überprüfen, ob Daten geleakt wurden. So können Nutzer prüfen, ob sie Apps in dem sozialen Netzwerk verwendet haben, die unerlaubt Daten sammelten. Solche Apps sperrt Facebook nach eigenen Angaben.

Darum sind Facebook-Datenlecks so gefährlich

Die Kenntnis über deine Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Facebook-ID reicht aus, um verschiedene Cyberangriffe und Betrügereien zu starten:

  • Smishing. Hacker können dir Textnachrichten mit bösartigen Links schicken, dein Gerät mit Schadsoftware infizieren und deine Kreditkartendaten stehlen.
  • Phishing. Ähnlich wie beim Smishing handelt es sich beim Phishing um gefälschte E-Mails, die so aussehen sollen, als kämen sie von einer seriösen Organisation, wie einer Bank oder einer Behörde.
  • Identitätsdiebstahl. Kriminelle können sich für dich ausgeben und deine Freunde oder Kollegen dazu bringen, ihnen Geld zu „leihen“. Sie können auch mit verschiedenen Dienstleistern Kontakt aufnehmen und versuchen, sie auszunutzen.
  • Vishing. Wenn du einen verdächtigen Anruf von deiner Steuerbehörde oder deinem Internetanbieter erhalten hast, in dem du aufgefordert wirst, deine sensiblen Daten preiszugeben, könnte es sich um einen Vishing-Versuch handeln. Die Täter können sich auch als jemand ausgeben, den du kennst, und versuchen, dich zur Herausgabe von Passwörtern und anderen Daten zu verleiten.

So kannst du dich im Falle eines Facebook-Datenlecks schützen

Wenn du herausgefunden hast, dass deine persönlichen Daten auf Facebook geleakt wurden, gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest:

  1. Rechne mit der Aufmerksamkeit von Kriminellen. Nimm jeden Anruf, jede SMS oder E-Mail mit einer gesunden Portion Skepsis entgegen. Wenn dir etwas verdächtig vorkommt, geh kein Risiko ein: Ignoriere den Anrufer und seine Anfragen. Wir alle erhalten Anfragen von seriösen Seiten, aber sie würden uns nie auffordern, unsere Kreditkartendaten oder andere hochsensible Informationen einfach so preiszugeben.
  2. Ändere deine Passwörter. Deine Passwörter sollten regelmäßig geändert werden. Das gilt nicht nur für dein Facebook-Konto, sondern auch für andere Dienste, bei denen du vielleicht dieselbe E-Mail-Adresse für die Anmeldung verwendet hast. Verwende einen Passwortmanager wie kostenlose Premium-Testversion, um sichere Passwörter zu erstellen und sie sicher zu speichern. Du kannst es einfach mit der kostenlosen Premium-Testversion ausprobieren.
  3. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass Facebook von einem Datenleck betroffen ist. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung musst du dich nach der Eingabe deines Passworts über eine SMS, einen Token oder eine App authentifizieren. Das erhöht deine Sicherheit und mindert das Risiko, dass dein Konto eines Tages gestohlen wird.
  4. Gib auf Facebook nicht zu viel preis. Lebensläufe, Beziehungsstatus und sogar berufliche Informationen sind in der geleakten Datenbank gelandet. Auch wenn du denkst, dass diese Informationen wertlos sind, können sie für einen Social-Engineering-Angriff genutzt werden.
  5. Verwende ein VPN.Ein VPN schützt dich, wenn du online gehst. Es verschlüsselt deinen Datenverkehr und ändert deine IP-Adresse. Sogar dein virtueller Standort wird verschlüsselt, sodass Dritte nicht sehen können, was du online treibst und wo du dich befindest. Du kannst deine IP verstecken, indem du etwa einen unserer Server in Großbritannien oder der Schweiz wählst. Außerdem bieten Dienste wie NordVPN zusätzliche Sicherheitsfunktionen an, die zusätzlich Online-Tracking und Online-Werbung einschränken.

Schütze deine privaten Daten vor Datenlecks – mit NordVPN.


Werner Beckmann
Werner Beckmann Werner Beckmann
success Geprüfter Autor
Werner ist Copywriter und Wortjongleur bei NordVPN. Er recherchiert gerne die neuesten Trends in Sachen Cybersicherheit und berichtet über spannende Tech-Themen im NordVPN-Blog. Mit seinen Texten möchte er die Menschen über Online-Sicherheit aufklären und die Vision eines wahrhaft freien Internets vorantreiben.