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National Privacy Test: Deutschland, Schweiz und Österreich – alle Ergebnisse im Überblick

Der National Privacy Test ist eine Umfrage, mit der Menschen auf der ganzen Welt ihr Wissen zum Thema Cybersicherheit und digitaler Privatsphäre messen können. Die diesjährigen Ergebnisse zeigen, wie sich die Deutschen, Österreicher und Schweizer beim Test gemacht haben und wer die Nase vorn hat. Erfahre alles dazu in diesem Artikel.

16. Sept. 2025

10 Min. Lesezeit

National Privacy Test Deutschland, Schweiz und Österreich – welches Land schneidet am besten ab?

Über den National Privacy Test

Der National Privacy Test (NPT) ist eine internationale Umfrage, die misst, wie gut Menschen Internetsicherheit und Online-Privatsphäre verstehen. Der Test umfasst 22 Fragen, die drei Bereiche abdecken: tägliche digitale Gewohnheiten, Privatsphärebewusstsein und Bedrohungen der Cybersicherheit.

Dieses Jahr haben mehr als 30.000 Menschen aus 186 Ländern an dem Test teilgenommen, um ihr Cyberwissen zu überprüfen. Um globale Vergleiche aussagekräftig zu gestalten, konzentriert sich die Analyse auf 31 Länder mit der größten Anzahl an Antworten, jeweils mit mindestens 100 Teilnehmern. Dieser Ansatz zeigt nicht nur, wie Einzelpersonen abgeschnitten haben, sondern auch, wie sich Länder in ihrem Wissen über Online-Sicherheit unterscheiden.

Jedes Land erhält einen National Privacy Test (NPT) Score, der auf der Leistung der Teilnehmer in den drei Kategorien basiert. Die Teilnehmer werden auch in vier verschiedene „Cyber-Personas“ eingeteilt, die ihr Niveau an Cybersicherheitsbewusstsein widerspiegeln, vom geringsten bis zum kenntnisreichsten.

Bevor wir uns die diesjährigen Ergebnisse ansehen, lass uns sehen, wie die NPT-Scores berechnet werden und was die Cyber-Personas bedeuten.

Wie wir die Scores berechnet haben

Der National Privacy Test-Score zeigt, wie gut eine Person Online-Privatsphäre und Cybersicherheit versteht. Um ihn zu berechnen, sehen wir uns drei separate Bereiche an:

  • Tägliches digitales Leben – wie Menschen mit ihren Informationen umgehen, wie Passwörter, App-Updates, Datenfreigabe und App-Berechtigungen.
  • Privatsphäre-Bewusstsein – wie gut sie Risiken wie Betrug, Phishing-Versuche oder die Datenerfassung durch Unternehmen erkennen.
  • Digitale Risikotoleranz – wie vorsichtig sie bei riskanten Online-Situationen sind.

Der Test umfasst insgesamt 22 Fragen, und jede ist 4,5 % des Scores wert. Wir berechnen den NPT-Score, indem wir den Durchschnitt der drei Kategorie-Scores bilden. Je mehr richtige Antworten eine Person in jeder Kategorie gibt, desto höher ist ihr endgültiger NPT-Score.

Was sind Cyber-Personas?

Um die Ergebnisse leichter verständlich zu machen, wird jeder, der den Test absolviert, einer von vier „Cyber-Personas“ zugeordnet. Jede repräsentiert ein unterschiedliches Maß an Wissen und Bewusstsein:

  • Cyber-Wanderer (1-24%). Cyber-Wanderer haben sehr wenig Wissen über Online-Sicherheit. Sie wissen oft nicht, wie sie ihre Konten, Geräte oder Daten schützen können.
  • Cyber-Tourist (25-49%). Cyber-Touristen wissen etwas mehr, machen aber immer noch häufige Fehler. Sie erkennen vielleicht einige Bedrohungen, wissen aber nicht, wie sie darauf reagieren sollen.
  • Cyber-Abenteurer (50-74%). Cyber-Abenteurer verstehen die meisten alltäglichen Privatsphäre- und Sicherheitsprobleme. Sie wissen, wie sie sich in vielen Situationen schützen können, haben aber noch Raum für Verbesserungen.
  • Cyber-Star (75-100%). Cyber-Stars sind die am besten informierten. Sie sind sich Online-Risiken sehr bewusst, verstehen, wie sie ihre Daten schützen können, und folgen sicheren digitalen Gewohnheiten.

Was zeigen die Zahlen in Deutschland?

Im Jahr 2025 erzielten die deutschen Teilnehmer eine Gesamtpunktzahl von 59 und bleiben damit stabil auf dem Vorjahresniveau. Ihr Score für das tägliche digitale Leben verbesserte sich von 54 im Jahr 2024 auf 55 im Jahr 2025. Deutschlands Score für das Bewusstsein für Privatsphäre lag ebenfalls bei 55. Der Score für digitales Risiko sank leicht von 68 auf 67.

NPT Ergebnisse Deutschland 2025

Haupterkenntnisse Deutschland

Die Teilnehmer schnitten besonders gut bei praktischen Fertigkeiten ab. 98% wussten, wie man sichere Passwörter erstellt, 96% verstanden es mit App-Berechtigungen umzugehen, 95% konnten mit verdächtigen Streaming-Dienst-Angeboten umgehen, 91% erkannten riskantes Teilen von Daten in sozialen Medien und 91% waren sich der Risiken bewusst, Kreditkartendaten in Browsern zu speichern.

Es gibt aber auch Aufholbedarf beim Wissen in bestimmten grundlegenden Bereichen. Nur 9% verstanden die Privatsphäre-Probleme im Zusammenhang mit der Nutzung von KI bei der Arbeit, 12% welche Daten Internetanbieter als Metadaten sammeln, 19% wie man Heim-WLAN sichert, 30% wie man Passwörter sicher speichert und 30% wie man Phishing-Websites identifiziert.

NPT Ergebnisse Deutschland 2025

Cyber-Personas in Deutschland

Die Cyber-Personas in Deutschland im Jahr 2025 waren 1 % Wanderer, 18 % Tourist, 71 % Abenteurer und 10% Star – ein starkes Profil. Es gibt aber weniger Cyber-Stars als 2024, wo es noch 12% gab. Die Cyber-Touristen haben zugenommen und sich von 16% auf 18% erhöht.

Die größten Veränderungen in Deutschland seit 2024

Von 2024 bis 2025 gab es Verbesserungen beim Wissen über digitale Privatsphäre: Der Anteil der Teilnehmer, die wissen, welche Online-Tools die Privatsphäre schützen, stieg von 28% auf 34%, und das Verständnis darüber, welche Daten über App-Berechtigungen geteilt werden sollen, stieg von 92% auf 96%.

Was zeigen die Zahlen in Österreich?

Österreichs Gesamtpunktzahl im National Privacy Test hat sich zum Vorjahr verbessert – von 57 zu 58 Punkten. Der Score für das tägliche digitale Leben stieg sogar um 2 Punkte auf insgesamt 55. Das Bewusstsein für Privatsphäre bleibt mit 53 Punkten stabil. Der Score für digitales Risiko verbesserte sich ebenfalls um einen Punkt auf 67.

NPT Ergebnisse Österreich 2025

Haupterkenntnisse Österreich

Sehr gute Kenntnisse haben die Österreicher beim Erstellen starker Passwörter (96 %), App-Berechtigungen (94 %), Umgang mit verdächtigen Streaming-Angeboten (97 %), sensibler Datenfreigabe in sozialen Medien (90 %) und dem Risiko, Kreditkartendetails im Browser zu speichern (88 %).

Etwas mehr Wissen sollten sich die österreichischen Teilnehmer aneignen bei Themen wie Privatsphäre bei KI am Arbeitsplatz (10 %), Kenntnis zu Metadaten beim Internetanbieter (11 %), Heim-WLAN-Sicherheit (22 %), sicherer Passwortspeicherung (31 %) und Phishing-Erkennung (29 %).

NPT Ergebnisse Österreich 2025

Cyber-Personas in Österreich

Die Cyber-Personas in Österreich zeigen ein vielseitiges Bild. Es gibt 1% Wanderer, 22% Touristen, 63% Abenteurer und 14% Star. Im Gegensatz zum Vorjahr mit 11% Cyber-Stars gibt es in diesem Jahr 3 Prozentpunkte mehr, was ein beachtlicher Anstieg ist. Cyber-Abenteurer verringerten ihre Anzahl hingegen von 65 auf 63 Punkte. 

Die größten Veränderungen in Österreich seit 2024

Von 2024 auf 2025 gab es spürbare Fortschritte: Der Anteil an Teilnehmern, die wissen, was bei Lösegeldforderungen durch Hacker oder Phishing-Angriffen zu tun ist, stieg von 66 % auf 77 %. Auch das Verständnis für Privatsphäre- und Sicherheitsfragen bei vernetzten Geräten wuchs erheblich (von 58 % auf 64 %).

Was zeigen die Zahlen in der Schweiz?

Die Schweizer Teilnehmer haben sich zum Vorjahr verbessert – die Gesamtpunktzahl des National Privacy Test stieg von 57 auf 58. Der Score für das Bewusstsein für Privatsphäre (von 52 auf 53) und für das tägliche digitale Leben (von 54 auf 55) erhöhten sich um jeweils einen Prozentpunkt. Nur beim Thema digitales Risiko verringerte sich die Punktzahl von 67 im Vorjahr auf 66 in diesem Jahr.

NPT Ergebnisse Schweiz 2025

Haupterkenntnisse Schweiz

Sehr gute Kenntnisse haben die Schweizer Teilnehmer beim Erstellen starker Passwörter (98%), App-Berechtigungen (95%), dem Umgang mit verdächtigen Streaming-Angeboten (95%), dem sensiblen Teilen von Daten in sozialen Medien (92%) sowie dem Erkennen von Risiken beim Speichern von Kreditkartendaten (88%).

Etwas mehr Wissen sollten sie sich aneignen bei Privatsphäre-Fragen rund um KI am Arbeitsplatz (6%), dem Wissen über Metadaten beim Internetanbieter (12%), der Sicherung des Heim-WLAN (19%), Online-Tools zum Schutz der Privatsphäre (29%) sowie dem sicheren Speichern von Passwörtern (29%).

NPT Ergebnisse Schweiz 2025

Cyber-Personas in der Schweiz

Auch beim Thema Cyber-Personas steht die Schweiz solide da: Der Anteil an Cyber Stars liegt mit 11% und damit ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Die Zahlt der Cyber-Abenteurer hat sich ebenfalls erhöht, von 67 auf 69, während die Cyber-Touristen mit 22 % im Vorjahr und 19% in diesem Jahr weniger geworden sind. 

Die größten Veränderungen in der Schweiz seit 2024

Von 2024 auf 2025 gab es spürbare Verbesserungen:

  • Das Wissen über KI-Scams stieg von 56% auf 62%.
  • Beim Erkennen von gefälschten URLs verbesserten sich die Werte von 37% auf 42%.
  • Mehr Schweizer wussten, wie sie nach Warnungen über unbekannte E-Mail-Zugriffe handeln müssen (80% auf 85%).
  • Das Bewusstsein für das Risiko beim Speichern von Kreditkartendaten im Browser sank leicht von 90% auf 87% und liegt damit auf dem Niveau von 2023.

Ein Überblick der weltweiten Ergebnisse

Der diesjährige National Privacy Test zeigt, dass das globale Bewusstsein für Privatsphäre und Cybersicherheit stabil bleibt, sich aber nicht verbessert. Der weltweite NPT-Score lag 2025 bei 57 von 100, genau wie im letzten Jahr.

Die Details offenbaren gemischte Fortschritte. Der Score für das tägliche digitale Leben steigt weiterhin um etwa einen Prozentpunkt pro Jahr, was zeigt, dass die Menschen ihre alltäglichen Online-Gewohnheiten langsam verbessern. Gleichzeitig nehmen jedoch das Bewusstsein für Privatsphäre und die digitale Risikotoleranz ab, was darauf hindeutet, dass Einzelpersonen zwar besser darin werden, Routinen wie das Verwalten von Passwörtern oder Berechtigungen zu handhaben, aber weniger auf wachsende Bedrohungen vorbereitet sind.

Wie in den Vorjahren schnitten die Teilnehmer bei grundlegenden Praktiken am besten ab: das Erstellen sicherer Passwörter (96% richtig), der Umgang mit verdächtigen Streaming-Dienst-Angeboten (95%), das Wissen, welche Daten mit Apps geteilt werden sollen (94%), und das Verständnis, welche sensiblen Daten nicht in sozialen Medien gepostet werden sollten (90%). Viele erkannten auch, wie Geräte mit Malware infiziert werden können.

Die schwächsten Ergebnisse stammten aus neueren und technischeren Bereichen. Nur 6% der Teilnehmer kannten die Privatsphäreprobleme, die bei der Nutzung von KI für die Arbeit zu berücksichtigen sind. Das Wissen darüber, was Internetanbieter als Teil von Metadaten sammeln, wie man Heim-WLAN sichert, wo man Passwörter sicher speichert und welche Online-Tools die Privatsphäre schützen, blieb ebenfalls sehr gering.

„KI hat die Online-Risiken erhöht, aber die Grundlagen der Sicherheit haben sich nicht geändert. Die Menschen werden besser darin, Betrügereien zu erkennen, doch zu viele vergessen immer noch Updates durchzuführen oder verwenden Passwörter mehrfach – und genau diese kleinen Nachlässigkeiten nutzen Kriminelle aus“, sagt Marijus Briedis, Chief Technology Officer (CTO) bei NordVPN.

Er fügt hinzu: „Der Test zielt darauf ab, Menschen weltweit über Cyberbedrohungen aufzuklären und klare, praktische Anleitungen zu geben, um die Risiken von Betrug, Datenerfassung, Überwachung und anderen Online-Bedrohungen zu reduzieren.“

Weltweit änderte sich das Gesamtbild der Cyber-Personas seit 2024 nicht – jeder zehnte Teilnehmer ist ein Cyber-Star. Die höchsten Punktzahlen erzielten Personen im Alter von 30 bis 54 Jahren und solche, die in der IT arbeiten. Die niedrigsten Punktzahlen wurden bei Studenten, Rentnern und Personen in der Hotellerie oder im Baugewerbe verzeichnet.

Glaubst du, du würdest besser abschneiden? Mach den National Privacy Test und test dein Wissen. Und wenn du neugierig auf das Gesamtbild bist, sieh dir den globalen Ergebnissebericht für alle Länder im NPT-Bericht 2025 an.

Globale NPT Ergebnisse 2025

Die größten Veränderungen weltweit

Im Vergleich zum letzten Jahr stechen einige Veränderungen hervor:

  • KI-gesteuerte Betrugsmaschen werden besser erkannt. Das Bewusstsein stieg um fünf Prozentpunkte (von 63% im Jahr 2024 auf 68% im Jahr 2025). Mehr Menschen verstehen jetzt, wie Cyberkriminelle KI nutzen, um Opfer zu täuschen, was dies zu einer der stärksten Verbesserungen des Jahres macht.
  • Privatsphäre-Tools gewinnen an Bedeutung. Das Verständnis für Online-Tools, die die digitale Privatsphäre schützen, stieg von 27% im Jahr 2024 auf 32% im Jahr 2025. Obwohl dies insgesamt immer noch eine niedrige Zahl ist, zeigt dieser Anstieg um 5 Punkte, dass sich das Bewusstsein für Lösungen wie VPNs, Passwortmanager und verschlüsselte Dienste langsam verbreitet.
  • App-Berechtigungen werden besser verstanden. Das Wissen darüber, welche Daten mit Apps geteilt werden sollen, stieg um 3 Punkte (von 91% auf 94%). Diese stetige Verbesserung deutet darauf hin, dass mehr Nutzer lernen, den Zugriff zu beschränken und ihre persönlichen Daten zu schützen.
  • Updates werden weiterhin übersehen. Das Bewusstsein für die Sicherheitsvorteile des schnellstmöglichen Aktualisierens von Apps sank um weitere 2 Punkte (von 56% auf 54%). Dieser Rückgang bestätigt einen anhaltenden Trend – viele Nutzer unterschätzen immer noch die Rolle von Updates bei der Verhinderung von Hacks und der Behebung von Schwachstellen.

Methodik

Der National Privacy Test ist eine offene Umfrage, die jedem online zur Verfügung steht. Er verwendet keine Quoten für Alter, Geschlecht oder Herkunft und ist daher nicht national repräsentativ.

Im Jahr 2025 haben 30.792 Personen den Test abgeschlossen, gegenüber 25.567 im Jahr 2024 und 30.747 im Jahr 2023. Die Zahlen in diesem Blog spiegeln die bis zum 31. Juli 2025 gesammelten Antworten wider. Wenn die Ergebnisse auf der NPT-Website etwas anders aussehen, liegt das daran, dass seitdem mehr Leute den Test gemacht haben.

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Werner Beckmann | NordVPN

Werner Beckmann

Werner ist Copywriter und Wortjongleur bei NordVPN. Er recherchiert gerne die neuesten Trends in Sachen Cybersicherheit und berichtet über spannende Tech-Themen im NordVPN-Blog. Mit seinen Texten möchte er die Menschen über Online-Sicherheit aufklären und die Vision eines wahrhaft freien Internets vorantreiben.