Definition von Kryptoanalyse
Kryptoanalyse bezeichnet die Praxis, Codes und Chiffren zu analysieren, um sie zu entschlüsseln. Die Kryptoanalyse, auch Kryptologie genannt, befasst sich mit den verschiedenen Methoden, mit denen man einen Code oder Chiffretext entschlüsseln und die darin verborgene Nachricht, den Klartext, aufdecken kann.
Die Geschichte der Kryptoanalyse
Die Kryptoanalyse reicht bis ins alte Ägypten zurück, wo man bereits Substitutionschiffren zur Verschlüsselung von Nachrichten verwendete. Die Kryptanalyse begann sich im 9. Jahrhundert während des arabisch-islamischen Goldenen Zeitalters zu entwickeln. Dem arabischen Gelehrten Al-Kindi wird der erste erfolgreiche Fall von Kryptoanalyse zugeschrieben, als er eine vom Abbasidenkalifat verwendete Substitutionschiffre knackte.
In der Renaissance fand die Kryptanalyse bei Gelehrten zunehmend Beachtung. Leon Battista Alberti gilt als Begründer der westlichen Kryptografie. Die bekannteste Kryptoanalyse geht auf ein Team britischer Mathematiker unter der Leitung von Alan Turing zurück. Im Zweiten Weltkrieg haben sie den deutschen Enigma-Code geknackt.
Im digitalen Zeitalter wird die Kryptoanalyse ebenso wie die Kryptografie sowohl für offensive als auch für defensive Zwecke eingesetzt, um die Kommunikation zu sichern, Computersysteme zu schützen und die Cybersicherheit sowie die Informationsbeschaffung zu verbessern.
Gängige Techniken der Kryptoanalyse
- Bei einem Brute-Force-Angriff wird versucht, einen Code zu knacken, indem jede mögliche Schlüsselkombination ausprobiert wird.
- Bei der Frequenzmethode versucht man, eine Verschlüsselung zu knacken, indem man die Symbole oder Symbolgruppen analysiert, die am häufigsten vorkommen.
- Die lineare Kryptoanalyse hilft dabei, den verwendeten Schlüssel zu ermitteln, indem sie die Beziehung zwischen Klartext, Chiffretext und dem Schlüssel analysiert.